Stadtentwicklung

Weitere 60 Wohnungen entstehen im Martini-Quartier

Baustelle „Martini-Tor“ - Neubau der Nassauischen Heimstätte / Wohnstadt im Martini-Quartier Kassel
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Beim Fundament geht es voran: Die Baustelle an der Ecke Kölnische und Uhlandstraße (links am Bildrand). Etwa ab Ende Mai soll der Neubau der Nassauischen Heimstätte / Wohnstadt in die Höhe wachsen.

Im Spätsommer 2022 soll ein Neubau mit 60 Mietwohnungen auf dem früheren Brauereigelände an der Kölnischen Straße fertig werden. in einen der Läden im Erdgeschoss zieht ein Bäckerei-Café.

Kassel – Im Martini-Quartier auf dem früheren Brauereigelände nimmt jetzt der bauliche Abschluss zur Kölnischen Straße Gestalt an: In dem Gebäudekomplex „Martini-Tor“, das die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte / Wohnstadt (NHW) errichtet, werden bis Mitte nächsten Jahres 60 Wohnungen entstehen. Eine Ladenzeile auf Straßenebene mit drei Geschäften gibt dem U-förmigen Bau ein urbanes Gepräge.

In der großen Baugrube werden zurzeit die Fundamente betoniert. Die Gründungsarbeiten haben die Bauleute vor unerwartete Herausforderungen gestellt, berichtete NHW-Projektleiter Friedemann Bunge: Beim Ausheben der Baugrube seien Kellergewölbe aufgetaucht, die nicht zur alten Brauerei gehörten und in keinem Plan verzeichnet waren.

Das habe die Arbeiten um sechs Wochen zurückgeworfen, da zunächst geologische Untersuchungen und Abstimmungen mit dem Denkmalschutz erforderlich wurden, Um den Untergrund für den Neubau belastbar zu machen, seien die Hohlräume mit Beton verfüllt worden. Das habe 700 000 Euro Mehrkosten verursacht bei dem 16-Millionen-Projekt, das aber ansonsten planmäßig vorangehe.

Ab Ende Mai wird man den Bau in die Höhe wachsen sehen. Alle 60 Wohnungen, davon 13 mit öffentlicher Förderung, werden Balkons erhalten; sie sind zwischen 48 und 93 Quadratmeter groß. Nach Angaben der NHW-Geschäftsführer Dr. Constantin Westphal und Monika Fontaine-Kretschmer, die sich vor Ort ein Bild machten, sollen die Mietpreise pro Quadratmeter 10,50 Euro, bei den Wohnungen mit Sozialbindung 6,50 Euro betragen. Eine Tiefgarage mit 44 Stellplätzen und zwei Carsharing-Plätzen ist eingeplant, der mit bis zu fünf Obergeschossen gestaffelte Bau wird durch Fernwärme beheizt.

Für einen der drei Läden im Erdgeschoss steht schon eine regionale Bäckerei als Mieterin fest, die laut Westphal auch ein Café betreiben wird. Die beiden anderen Gewerbeeinheiten seien noch nicht vergeben.

So wird es aussehen: In einen der Läden im Erdgeschoss wird ein Bäckerei-Café einziehen.

Die ersten Mieter sollen im nächsten Spätsommer einziehen können, sagten die NHW-Geschäftsführer. Um Zeit und Geld zu sparen, wird beim Bau des „Martini-Tors“ mit Halbfertigteilen aus Beton gearbeitet, die als Innentrennwände vor Ort eingesetzt und ausgegossen werden. Die Außenwände werden aus großformatigen Kalksandsteinen gemauert.

Bei aller Rationalität werde das Gebäude eine hohe architektonische Qualität haben, sagte Kassels Stadtbaurat Christof Nolda, der ebenfalls an der Besichtigung teilnahm. Die NHW-Gruppe sei ein wichtiger Partner bei der Entstehung eines modellhaften neuen Stadtquartiers, das eine Vielfalt von Wohn- und Gewerbenutzungen, eine hohe städtebauliche Dichte und Denkmalschutzbelange in Einklang bringe.

„Hier entsteht echte Innenentwicklung“, sagte Nolda. Aktuell entstünden jedes Jahr 200 bis 300 neue Wohnungen in Kassel; das reiche aber noch nicht, um die große Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum zu decken. Im Martini-Quartier schaffen neun Bauherren insgesamt 240 Wohnungen, ein Drittel davon öffentlich gefördert. (Axel Schwarz)

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