Bilanz zum Kasseler Impfzentrum

70 Liter Impfstoff wurden im Impfzentrum in Kassel verbraucht

Ansicht von der Tribüne auf das Impfzentrum in der Aueparkhalle.
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Kurz vor dem Start: Unser Foto zeigt die Aueparkhalle mit den Impfstraßen am 11. Dezember 2020. Ab diesem Tag war das Impfzentrum einsatzbereit.

Fast neun Monate hatte das Impfzentrum in der Kasseler Aueparkhalle geöffnet. Seit vergangenem Freitag, 1. Oktober, ist Schluss. Grund genug, eine Bilanz in Zahlen zu ziehen:

50 Impfkabinen wurden aufgebaut – zehn Straßen à fünf Kabinen. Vonseiten der Stadt heißt es dazu: „Leider waren die nur an wenigen Tagen im Vollbetrieb.“

65 Menschen waren durchschnittlich pro Tag für das Impfzentrum im Einsatz. Das gesamte Team bestand aus insgesamt 900 Mitarbeitern – darunter Ärzte, Apotheker, medizinisches Personal, Sicherheitskräfte und Verwaltungsmitarbeiter.

70 Liter Impfstoff sind in den vergangenen Monaten in der Aueparkhalle beziehungsweise durch mobile Teams verabreicht worden.

100 Danke-Button hat eine Frau für die Mitarbeiter des Impfzentrums angefertigt. Außerdem wurden vereinzelt Kuchen und Süßigkeiten mitgebracht. Nette Briefe und E-Mails gab es zuhauf. Zudem hat die Stadt mit einem kleinen Fest die Arbeit gewürdigt. „Sie alle haben für den Gesundheitsschutz eine immense Bedeutung“, lobte Oberbürgermeister Christian Geselle.

150 Stühle waren in der Halle aufgestellt. Auf einem dieser Stühle hat auch ein Teenager gesessen, der an seinem zwölften Geburtstag zur Erstimpfung kam und damit zu den jüngsten Impflingen gehörte. Die ältesten Menschen bei der Impfung waren 105 Jahre alt.

397 besondere Aktionen hat es gegeben, etwa durch mobile Teams, die einzelne Stadtteile aufsuchten. Im Impfzentrum selbst waren es 20 Sondertermine, zum Beispiel für medizinisches und für pädagogisches Personal.

950 Mal haben Menschen, die über 80 Jahre alt sind, das Angebot der Stadt genutzt und sind per Taxi zur Halle gefahren.

1630 Dosen sind die Höchstzahl an Impfungen an einem Tag. Der Wert wurde am 14. Mai erreicht. Ausgelegt war das Zentrum für 2000 Injektionen pro Tag.

1800 Quadratmeter – auf dieser Fläche erstreckte sich der Impfparcours in der Aueparkhalle. Angefangen mit der Anmeldung, über Wartebereiche bis hin zur Abmeldung.

2100 Stunden hatte die Aueparkhalle geöffnet. Offizieller Start als eines von sechs regionalen Impfzentren in Hessen war am 19. Januar. Bereits am 11. Dezember hätte es losgehen können. Der erste Einsatz der mobilen Teams war am 27. Dezember.

3380 Kilometer Luftlinie liegen in etwa zwischen Kassel und Teneriffa. Normalerweise verbringt Betty Ruttkies dort ihr Leben. Auf der Kanarischen Insel arbeitet die 46-Jährige als Barkeeperin. Statt dort zu weilen, half sie aber im Impfzentrum mit, meist an der Abmeldung. Wir gehen einfach mal davon aus, dass Betty Ruttkies die weiteste Anreise von allen Mitarbeitern hatte.

18.800 Schichten waren im gesamten Zeitraum besetzt. Die Dienstzeiten liefen von montags bis sonntags, starteten um 8 Uhr und gingen teilweise bis 23 Uhr.

27.912 Injektionen mit dem umstrittenen Wirkstoff von Astrazeneca wurden verimpft. Am häufigsten kam das Vakzin von Biontech in die Oberarme (132 285 Mal), danach das von Moderna (29 130), und der Wirkstoff von Johnson & Johnson wurde 6200 Mal verwendet.

196.000 Mal haben Impflinge in der Aueparkhalle oder durch mobile Teams eine Spritze gegen Corona bekommen. Insgesamt waren es 102 510 Menschen. Dabei wurden 96 311 Erst-, 95 022 Zweit- und 4194 Auffrisch-Impfungen verabreicht. (Robin Lipke)

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