Mieter für ehemalige Agentur für Arbeit gesucht

70er-Jahre-Bau wird saniert

Bauantrag wurde gestellt: Dieser Komplex (Gebäudeteil B) soll als erstes kernsaniert werden.
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Bauantrag wurde gestellt: Dieser Komplex (Gebäudeteil B) soll als erstes kernsaniert werden.

Nachdem die 400 Mitarbeiter der Kasseler Agentur für Arbeit und der Familienkasse kürzlich an ihren neuen Arbeitsplatz an der Lewinskistraße 6 umgezogen sind, arbeitet das Bielefelder Immobilienunternehmen Straßberger an der neuen Nutzung der Immobile im Grünen Weg.

Kassel - Mit dem Auftrag, die Agentur für Arbeit und das Jobcenter auf dem Gelände des ehemaligen Unterstadtbahnhofs neu zu bauen, hat Straßberger auch die Verpflichtung übernommen, die alte Immobilie neben dem Polizeipräsidium zu übernehmen. Was passiert mit den Gebäuden, die technisch und energetisch nicht mehr den Anforderungen der heutigen Zeit entsprechen?

Zunächst habe man überprüft, ob ein Abriss oder eine Sanierung sinnvoller sind, sagt Cathrin Schwalbe, Geschäftsführerin des Immobilienunternehmens Straßberger. Letztlich habe man sich für die energetische Kernsanierung von Teilen des Gebäudes entschieden. Die Immobile besteht aus drei Teilen. Bei Gebäudeteil A handelt es sich um das Hochhaus, das in den Jahren 1971/72 errichtet wurde. Rechts daneben steht Gebäudeteil B, erbaut in den Jahren 1979/80. Auf der linken Seite (in Richtung Polizeipräsidium) steht Gebäudeteil C, gebaut 1991/92. Dieser Teil der Immobilie sei noch in einem so guten Zustand, dass er nach einer Renovierung wieder schnell verfügbar sei, sagt Geschäftsführer Mark Straßberger. Es sei noch in diesem Jahr möglich, dass hier neue Mieter in die Büroräume einziehen.

Zudem habe man bereits einen Bauantrag für die Kernsanierung des Gebäudeteils B gestellt, so Straßberger. Er geht davon aus, dass dieser Teil mit einer Fläche von 2600 Quadratmeter in der ersten Jahreshälfte 2021 fertiggestellt ist. Anschließend nehme man sich das Hochhaus vor. Das Gesamtprojekt soll innerhalb von drei Jahren abgeschlossen sein. Ende 2023 bis Mitte 2024 sollen alle Büroflächen wieder vermietet sein. Insgesamt handelt es sich um eine Fläche von brutto 16 000 Quadratmeter. Der Geschäftsführer ist zuversichtlich, dass man den Zeitplan einhalten wird. Schließlich habe man auch die Agentur für Arbeit innerhalb von nur zwölf Monaten gebaut. Straßberger spricht an dieser Stelle von einem „Geschwindigkeitsrekord“.

Über die Höhe der Investitionen im Grünen Weg macht er keine Angaben. Als Mieter kämen zum Beispiel Unternehmen infrage, die zu dem benachbarten Fraunhofer Institut passen. Grundsätzlich könne man sich aber auch vorstellen, dass die Gebäude ein attraktiver Standort für die Polizei wären. Nach Informationen der HNA soll es in dieser Richtung zumindest schon Gespräche geben.

(Von Ulrike Pflüger-Scherb)

Hier sollen spätestens Mitte 2024 wieder überall neue Mieter eingezogen sein: Die ehemalige Agentur für Arbeit im Grünen Weg wird in Etappen kernsaniert beziehungsweise renoviert.

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