AG Poser zieht im Kampf gegen Poser und Raser Bilanz

945 Fahrzeuge seit Mai kontrolliert

Im Kampf gegen Raser und lautstarke Motoren: Die AG Poser hat seit Mitte Mai dieses Jahres 774 auffällige Autos in Kassel kontrolliert.
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Im Kampf gegen Raser und lautstarke Motoren: Die AG Poser hat seit Mitte Mai dieses Jahres 945 auffällige Autos in Kassel kontrolliert.

Mitte Mai wurde in der Verkehrsinspektion des Polizeipräsidiums Nordhessen die AG Poser eingerichtet, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Raser und manipulierte Autos aus dem Verkehr zu ziehen. Insgesamt haben die Beamten der AG Poser seitdem auf den Straßen in Stadt und Landkreis Kassel sowie in ganz Nordhessen 945 Fahrzeuge kontrolliert und 636 Verkehrsverstöße festgestellt, bilanziert Polizeisprecherin Ulrike Schaake mit.

Kassel - Hierbei seien auch Zivilwagen mit einer speziellen Messtechnik zum Einsatz gekommen, um Tempoüberschreitungen beweiskräftig zu dokumentieren. Zudem richteten die Verkehrspolizisten regelmäßig Geschwindigkeitskontrollstellen an verschiedenen Örtlichkeiten, insbesondere den An- und Abfahrtswegen zu bekannten Szenetreffpunkten, ein und kontrollierten mit Unterstützung des Radarkommandos der Polizei sowie Beamten der Bereitschaftspolizei.

85 Geschwindigkeitsverstöße, davon 67 hohe Tempoüberschreitungen die Fahrverbote nach sich ziehen, sowie zwei Trunkenheitsfahrten und zwei Fahrten unter Drogeneinfluss hätten die Beamten festgestellt. Gegen fünf Autofahrer leiteten die Polizisten ein Strafverfahren ein, da sie ohne Führerschein unterwegs waren. Zwei von ihnen legten einen gefälschten Führerschein vor, was eine weitere Anzeige wegen Urkundenfälschung nach sich zog.

Darüber hinaus stellten die Beamten zahlreiche weitere Verstöße fest: 132 Anzeigen wegen Fahrzeugmängeln, 80 nicht angeschnallte Personen, 87 Fahrer mit Handy am Steuer, 32 Fahrten über rote Ampeln, acht Verstöße gegen das Pflichtversicherungsgesetz, 24 Ordnungswidrigkeitsanzeigen wegen unnötigem Lärm, zwei illegale Autorennen sowie zweimal verbotswidriges Rechtsüberholen sind das Ergebnis der Kontrollen, wie die Polizei mitteilt.

Bei 174 Fahrzeugen erlosch wegen nachträglicher Veränderungen die Betriebserlaubnis. Weil 50 der Wagen sogar gravierende Veränderungen sowie nicht abgenommene Um- und Anbauten aufwiesen, wurden sie sichergestellt und im Anschluss von einem Kfz-Sachverständigen begutachtet. Alles in allem mussten diese Fahrzeughalter neben einem Bußgeld über 135 Euro noch zusätzliche Gesamtkosten in Höhe eines vierstelligen Betrages wegen Gutachten, Abschleppung, Neuteilen, TÜV-Abnahme und Zulassung zahlen, so die Polizeisprecherin.  (use)

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