Drei Routen im Check

A-44-Sperrung: Auf diesen Wegen sparen Sie die meiste Zeit

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Hier müssen Autofahrer etwas Zeit mitbringen: Am Ortseingang von Habichtswald-Ehlen stehen die Autos Schlange.

Kassel/Baunatal. Die Sperrung der Autobahn 44 in Richtung Kassel beschäftigt die Autofahrer kurz vor Weihnachten, wobei sich die Frage stellt: Lohnt es sich eigentlich, eine Ausweichstrecke zu nutzen? Wir haben den Test gemacht.

Seit vergangenem Donnerstag ist die A44 zwischen der Abfahrt Kassel Wilhelmshöhe und dem Autobahnkreuz Kassel West in Richtung Kassel voll gesperrt. Der Grund ist eine Baustellen-Panne. Die Autobahn bleibt bis mindestens Mittwoch voll gesperrt - am Dienstagnachmittag wird entschieden, wann die Vollsperrung aufgehoben werden soll.

Wer kommt in Zeiten der Vollsperrung am schnellsten zum Kreuz Kassel-West, wenn er auf der Autobahn 44 von Westen in Richtung Südosten unterwegs ist? Wir haben uns mal auf den Weg begeben – und starten jeweils an der Anschlussstelle Zierenberg. Festzuhalten ist, dass die Fahrtzeit an normalen Tagen ohne Sperrung annähernd acht bis zehn Minuten beträgt.

Die eigentliche Variante

• Strecke: Wir bleiben auf der Autobahn bis zur Ausfahrt Bad Wilhelmshöhe und nutzen dann die empfohlene Umleitung 79, die durch Baunatal und über die Autobahnauffahrt Baunatal-Mitte wieder zum Kreuz Kassel-West führt.

• Zeit: Nach 25 Minuten im Stau auf der Autobahn dauert die Fahrt auf der Ausweichstrecke nochmals 25 Minuten, ehe das Kreuz Kassel-West wieder erreicht ist. Macht also insgesamt: 50 Minuten.

• Besonderheiten: Der Stau auf der Autobahn ist hier nicht zu vermeiden, weil nach der Ausfahrt eine Ampel den Verkehr regelt. Für die Autofahrer kommt es zwangsläufig zum Wettbewerb mit den Lastwagenfahrern, wobei das auch ein Miteinander werden kann – wie gestern geschehen und gesehen: Da hat ein Lasterfahrer einem Briten in seinem Auto eine Küchenrolle gereicht. Für was, ist allerdings nicht überliefert. Immerhin: Es ist mit knapp unter 20 Kilometern die kürzeste Variante. 

Alternativvariante 1

• Strecke: Wir fahren bei Ehlen von der Autobahn ab, es geht dann gleich am Ortseingang rechts ab auf die Landstraße nach Schauenburg-Breitenbach. Die Strecke führt schließlich bei Baunatal auf die empfohlene Umleitung.

• Zeit: Keine halbe Stunde, dann sind wir am Kreuz Kassel-West. Handgestoppt: 28 Minuten.

• Besonderheiten: Es ist eine kurvenreiche Fahrt, die durchaus ihren Reiz hat: Es ist nicht viel Betrieb, kein LKW weit und breit in Sicht, die schneebedeckten Felder gibt es als Kulisse gratis dazu. Problem: die Enge der Straße, die mitunter noch nicht einmal einen Mittelstreifen hat. Ab Baunatal gibt es dann Konkurrenz von jenen, die bis zum Schluss auf der Autobahn waren. Das führt kurz vor der Auffahrt Baunatal-Mitte zwangsläufig zu einem Rückstau. Und: Auch auf der Autobahn ist bis zum Kreuz Kassel-West nicht wirklich viel Platz – wegen der insgesamt verengten Fahrbahn. Insgesamt: 22 Kilometer. 

Alternativvariante 2

• Strecke: Kurz nach Ehlens Ortsausgang fahren wir rechts auf die Landstraße in Richtung Kassel. In der Stadt geht es weiter auf der Druseltalstraße über die Kohlen- und Tischbeinstraße auf die Frankfurter Straße. Hier fahren wir bis zur A 49-Auffahrt Auestadion.

• Zeit: 31 Minuten sind wir unterwegs, bevor wir am Kreuz Kassel-West ankommen. Der Verkehr in der Stadt nimmt die meiste Zeit in Anspruch.

• Besonderheiten: Zu Beginn der 25-Kilometer-Strecke geht es bergauf bis zum Hohen Gras. Schneebedeckte Landschaft, wenig Verkehr und keine Lkw. Angenehm zu fahren, bis man in die Stadt kommt. Dort hindern die vielen Ampeln und der Verkehr ein zügiges Vorankommen.

Alternativvariante 3

• Strecke: Auf der Bundesstraße 251 fahren wir über Dörnberg in Richtung Kassel Zentrum und biegen auf die Frankfurter Straße ab. Der folgen wir bis zur A 49-Auffahrt Auestadion. Auf der A 49 geht’s bis zum Autobahnkreuz Kassel-West. Macht: Rund 30 Kilometer.

• Zeit: 44 Minuten, wovon wir etwa 15 Minuten an Feldern vorbei und durch Wälder fahren. Den Rest der Zeit verbringen wir in zäh fließendem Verkehr in die Stadt.

• Besonderheiten: Hübsch ist der Abschnitt von Ehlen nach Harleshausen. Hier sind nur wenige Autos und noch weniger Lkw unterwegs. Da können wir den Blick über die Winterlandschaft des Dörnbergs schweifen lassen. In Kassel ist die Idylle allerdings vorbei. Beschleunigen, Stehen im Wechsel – vor allem auf den Bundesstraßen.

Fazit

Die Ausweichstrecken ab der Ausfahrt Zierenberg sind eine Überlegung wert. Wer auf der Autobahn bleibt, braucht in der Regel länger.

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