Verkehr aus Richtung Dortmund wird umgeleitet

A44 in Richtung Kassel tagelang gesperrt: Brücke nicht mehr tragfähig

Kassel. Die Autobahn 44 ist seit Donnerstagnachmittag zwischen Kassel-Bad Wilhelmshöhe und dem Kreuz Kassel-West wegen Arbeiten an einer Brücke voll gesperrt.

Aktualisiert um 6.36 Uhr: Am frühen Freitagmorgen staut sich der Verkehr auf drei Kilometern. Die Umleitung ab Kassel-Bad Wilhelmshöhe über die U79 ist überlastet, die Fahrt dauert hier etwa 20 Minuten länger, meldet der FFH-Staupilot.

Am Donnerstag staute sich der Verkehr bis zur Abfahrt Zierenberg. Laut Hessen Mobil ist bei Abrissarbeiten an einer Hälfte der Brücke ein Betonteil abgerutscht. Dieses Teil hat einen Stahlträger beschädigt, der als Stütze für die andere Hälfte der Brücke dient. Auf dieser Seite der Brücke wurde während der Arbeiten der gesamte Verkehr Richtung Kassel entlang geleitet, was nun nicht mehr möglich ist.

Der Abschnitt ist nach dem Vorfall gesperrt worden. Die Sperrung in Richtung Kassel wird laut Horst Sinemus, Sprecher von Hessen Mobil, voraussichtlich mehrere Tage dauern. Ein Statiker wird hinzugezogen, um die Lage zu beurteilen.

Die Umleitungsempfehlung: Schwerverkehr, der aus Richtung Dortmund kommt, sollte am Kreuz Wünnenberg/Haaren zur A33 Richtung Bielefeld und von dort über die A2 in Richtung Hannover zur A7 fahren. Weitere Verkehrsteilnehmer werden gebeten, ab der Anschlussstelle Bad Wilhelmshöhe die ausgewiesene Bedarfsumleitung U 79 zu nutzen. Autofahrer, die von Warburg in Richtung Kassel unterwegs sind, gelangen bei Breuna über die L3312 auf die B7. 

Hintergrund: Brücke soll neu gebaut werden

Das im Jahre 1966 erbaute Brückenbauwerk zur Unterführung der Straßenbahn und eines Rad-und Gehweges im Zuge der A 44 zwischen dem Autobahnkreuz Kassel-West und der Anschlussstelle Kassel-Bad Wilhelmshöhe weist Schäden auf, welche die Dauerhaftigkeit und die Standsicherheit der Brücke beeinträchtigen und somit einen Ersatzneubau unumgänglich machen. Abbruch und Neubau der Brücke erfolgen fahrtrichtungsweise.

Nachdem unter dem Brückenbauwerk in Fahrtrichtung Dortmund zunächst eine Stahlkonstruktion als sogenannte Notunterstützung montiert und der Verkehr in beiden Fahrtrichtungen jeweils zweispurig auf die Fahrbahn in Fahrtrichtung Dortmund verlegt wurde, begannen am 11. Dezember die Abbrucharbeiten des Teilbauwerks in Fahrtrichtung Kassel.

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