Wasserzufuhr für Tiere funktionierte nicht

Wasserzufuhr funktionierte nicht: Polizei stoppte Schweinetransport

Kassel. Einen Tiertransport mit 190 Schweinen, die von Holland nach Ungarn gebracht werden sollten, hat die Autobahnpolizei am Montagnachmittag auf der A7 gestoppt.

Auf den Hinweis eines Autofahrers hin, hielten die Beamten den Sattelzug am Parkplatz Staufenberg zwischen Kassel-Nord und Hann-Münden/Lutterberg an. Ein großer Teil der 190 Tiere machte einen extrem erschöpften Eindruck, berichtet Polizeisprecher Wolfgang Jungnitsch. Bei der Überprüfung des eigentlich modernen Sattelzugs der Spedition aus dem Landkreis Steinfurt (Nordrhein-Westfalen) stellte sich heraus, dass im Anhänger die automatischen Wasserzufuhr für die Schweine offenbar nicht richtig funktionierte. Die eingeschalteten Veterinäre ordneten an, dass die Tiere zur Erholung in eine sogenannte Wartebucht am Schlachthof Kassel gebracht werden. Vor dort sollte die Reise am Dienstag fortgesetzt werden.

Verstoß gegen Lenkzeit

Wegen Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz verlangte die Staatsanwaltschaft Göttingen von dem 31-jährigen Fahrer und dem 33-jährigen Beifahrer – beides Ungarn mit Wohnsitz in den Niederlanden – eine Sicherheitsleistung in Höhe von jeweils 500 Euro. Hinzu kommen 1800 Euro Kosten für den Einsatz der Veterinäre und die Unterbringung der Tiere im Schlachthof.

Die Beamten der Autobahnpolizei stellten außerdem fest, dass der 33-jährige Beifahrer es mit den vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten offenbar nicht so genau nimmt. Die Beamten konnten seine Daten 29 Tage rückwirkend auslesen. Dabei summierten sich die dokumentierten Verstöße auf insgesamt 1360 Euro. (rud)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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