Keine Maske mehr im Unterricht

Ende der Präventionswochen: Neue Corona-Regeln gelten in Kasseler Schulen

Auf unserem Foto trägt eine Schülerin noch ihre Maske im Unterricht.
+
Die Maskenpflicht am Platz fällt für Schüler mit dem Ende der Präventionswochen.

Zwei Wochen nach dem Abschluss der Herbstferien enden an Hessens Schulen die Präventionswochen. Nun müssen Kinder und Jugendliche an ihren Plätzen keinen Mund- und Nasenschutz mehr tragen.

Das stößt auf Kritik. Seit Montag (8. November) gelten neue Regeln, etwa dass alle Klassen in Präsenz unterrichtet werden.

Welche Coronaregeln gelten ab Montag an unseren Schulen?
In einem Schreiben aus Wiesbaden erklärt Hessens Kultusminister Alexander Lorz, dass in allen Schulformen und Jahrgangsstufen am Präsenzunterricht festgehalten werde. Die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske am Sitzplatz entfällt. In Schulgebäuden muss aber weiterhin eine Mund- und Nasenbedeckung aufgesetzt werden. Schüler, die weder geimpft noch genesen sind, „müssen wie vor den Herbstferien zweimal pro Woche einen negativen Testnachweis erbringen“, erklärt Lorz.
Was passiert bei einem Coronafall?
Gibt es einen Coronafall, gilt für Klassen und Lerngruppen, die der Infizierte am Tag des Tests und in den zwei vorausgegangenen Tagen besucht hat, Folgendes: Für einen Zeitraum von 14 Tagen ab dem Zeitpunkt des positiven Tests müssen die Masken wieder am Platz getragen werden. Zudem muss vor jedem Unterrichtstag ein Coronatest vorgenommen werden.
Und wie sieht es mit der Quarantäne aus?
Der positiv Getestete muss natürlich zu Hause bleiben. Kontaktpersonen in der Schule, also die Mitschüler einschließlich Sitznachbarn sowie Lehr- und Betreuungspersonal, müssen sich in der Regel nicht in Quarantäne begeben.
Hat sich generell bei den Zutrittsverboten etwas geändert?
Bislang galt, dass auch diejenigen zu Hause bleiben mussten, bei denen Angehörige des gleichen Hausstands in Quarantäne steckten, weil sie eine Kontaktperson waren. Diese Regelung ist aufgehoben. Ab Montag ist der Zutritt nur noch dann untersagt, wenn die Person selbst oder Angehörige des gleichen Hausstands Krankheitssymptome für Covid-19 aufweisen – insbesondere Fieber, trockener Husten und Verlust des Geschmacks- und Geruchssinns.
Wie werden die Regeln nach den Präventionswochen aufgenommen?
Sehr kritisch. Angesichts steigender Inzidenzen bei Kindern und Jugendlichen fordert der Kreisvorstand der Gewerkschaft GEW, die Präventionswochen zu verlängern, „bis ein sicherer Rückgang der hohen Inzidenzwerte unter Schülern zu verzeichnen ist“, heißt es in einem Schreiben. Für Schüler der Jahrgänge eins bis sechs gebe es kein Impfangebot. Die Gruppe gelte es zu schützen, sagt Vorstand Christiane Stock. Dies beträfe Lehrer und Betreuungspersonal gleichermaßen. Ihr Kollege Martin Gertenbach fordert zudem klarere Regeln für den Umgang mit morgens positiv getesteten Kindern und Jugendlichen. Durch die neuen Regeln entstünde der Eindruck, dass der Schutz der Gesundheit aller Schüler und deren Familien nicht an erster Stelle stehe. (Robin Lipke)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.