Änderungen einstimmig von den Stadtverordneten beschlossen

Abfallgebühren sinken deutlich - Wertstofftonne kommt 2015

Reichlich Nachschub: Ab Januar ändern sich die Müllgebühren. Die richten sich nach der Größe der dunklen Restabfalltonne. Von denen haben die Stadtreiniger reichlich auf Vorrat. Das gilt auch für die braunen Biotonnen. Archivfoto:  Fischer

Kassel. Viele Kasseler müssen in den kommenden Jahren geringere Abfallgebühren bezahlen. Weil die Stadtreiniger einen Überschuss von fünf Milionen Euro erwirtschaftet haben, werden die Gebühren ab Januar 2013 um sieben Prozent sinken. Und es gibt weitere Veränderungen für die Einwohner.

„Die Mehrzahl der Haushalte kann mit einer Entlastung rechnen“, sagt Bürgermeister und Abfalldezernent Jürgen Kaiser (SPD). Er ist froh, dass die neue Abfallsatzung am Montag einstimmig von den Stadtverordneten beschlossen wurde. Die Linken haben sich enthalten, alle anderen stimmten dafür.

Weitere Informationen zu den Abfallgebühren unter www.stadtreiniger.de

Das bedeutet einige grundsätzliche Änderungen. Die Stadtreiniger werden eine Grundgebühr für alle Haushalte und auch für Gewerbetreibende berechnen. Dazu kommt dann noch eine sogenannte Leistungsgebühr. Ein Haushalt, der bisher eine 80-Liter-Restmülltonne mit 14-täglicher Leerung hatte, zahlte bisher 220 Euro im Jahr. Ab Januar werden es etwas über 200 Euro für die Restmülltonne und die Biotonne sein. Eine Altpapiertonne kann man auf Wunsch kostenlos dazubekommen. Ab dem Jahr 2015 soll es dann auch noch eine Wertstofftonne geben. „Der Gesetzgeber sieht vor, dass wir diese Angebote zur Getrenntsammlung machen, das setzen wir auch um“, sagt Gerd Halm, Chef der Stadtreiniger.

23 Millionen Euro haben die im vergangenen Jahr an Gebühren eingenommen. Unter anderem durch die guten Preise für Altpapier hat der städtische Eigenbetrieb seit 2009 ein Plus gemacht, das jetzt abgebaut werden soll. Gebühren müssen kostendeckend sein, man darf damit keinen Gewinn erwirtschaften. (tos)

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