Auch an der Max-Eyth-Schule, der Elisabeth-Knipping-Schule und der Friedrich-List-Schule gibt es zurzeit schriftliche Prüfungen

Abitur-Stress an den beruflichen Gymnasien

Endspurt zum Abitur: Für Chantal Kahl (von links), Atilla Yildiz, Björn Budnick und Malte Albrecht sind die schriftlichen Abi-Prüfungen in ihren Schwerpunktfächern an der Max-Eyth-Schule nach eigenen Angaben gut verlaufen. Foto: Schaffner

Kassel. „Noch fünf Minuten“, ruft der Lehrer. Während die einen noch einmal hastig ihre Prüfung überfliegen, packen andere bereits entspannt ihre Kugelschreiber ein und schauen zufrieden nach vorn. Dann ist es vorbei, der Lehrer sammelt nach vier Stunden die Abiturprüfungen in der Fachrichtung Technikwissenschaften ein - und die meisten der 93 Abiturienten der Max-Eyth-Schule atmen erleichtert auf.

Studium an Unis

„Anfangs stand ich schon etwas unter Stress, aber eigentlich lief’s dann ganz gut“, sagt Chantal Kahl. Die 19-Jährige hat gerade ihre schriftliche Prüfung im Fach Elektrotechnik abgelegt und lächelt zufrieden. Ähnlich erging es Malte Albracht. Der 19-Jährige wurde in seinem Schwerpunktfach Maschinenbau geprüft und musste Fragen aus den Bereichen Festigkeitslehre und Statik beantworten: „Ich bin rechtzeitig fertig geworden und positiv überrascht von der Prüfung.“

Wie allen der 332 Schüler, die in diesem Jahr an den drei Kasseler beruflichen Gymnasien ihre Abiturprüfungen ablegen, winkt auch Chantal und Malte die allgemeine Hochschulreife. „Man vergisst unsere Schüler oft, weil viele denken, dass es bei uns nur das Fachabi gibt“, sagt Günter Wagner, Schulleiter der Elisabeth-Knipping-Schule. Doch das sei ein Irrtum, schließlich gehe jeder dritte Kasseler Abiturient auf eines der drei beruflichen Gymnasien. Besonders an Schulen mit einem beruflichen Gymnasialzweig sei, dass die Schüler einerseits auf ein Studium mit dem gewählten Schwerpunkt vorbereitet würden, sagt Schulleiter Arno Koch von der Max-Eyth-Schule. „Andererseits können sie aufgrund des Erwerbs der allgemeinen Hochschulreife unabhängig vom gewählten Fachgebiet jeden Studiengang an einer Universität studieren“, sagt Koch.

Während Malte an der Uni Kassel Maschinenbau studieren möchte, ist sich Chantal noch nicht sicher, ob sie nach der Schule eine technisch-kaufmännische Ausbildung oder doch ein Lehramtsstudium beginnen wird. Doch noch hat sie etwas Zeit, denn erst im Mai sind die mündlichen Prüfungen. (psn/rax)

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