Nach der letzten schriftlichen Abiturprüfung 

Abtanzen nach dem Abi-Stress: Schüler feierten in der Kasseler documenta-Halle

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Spaß nach dem Abi-Stress: Auf der Abi-Fete 2018 in der documenta-Halle wurde getanzt und mit Gleichaltrigen gefeiert, dass jetzt die schriftlichen Prüfungen schon mal abgehakt werden können.

Kassel. In der Luft lag deutlich spürbar Erleichterung und die Freude darüber, den dicksten Brocken, nämlich die schriftlichen Abiturprüfungen, hinter sich gebracht zu haben. 

Am Donnerstag haben die diesjährigen Abiturienten in Hessen ein letztes Mal über ihren schriftlichen Prüfungen gebrütet. Danach fiel den meisten Schülern eine große Last von der Seele. Und das musste – unabhängig von den offiziellen Abi-Bällen mit Eltern und Lehrern, die folgen werden – gleich, am besten unter Gleichaltrigen, gefeiert werden.

Nur einen Tag nach den letzten Prüfungen gab es auch in diesem Jahr am Freitag wieder Abi-Partys allüberall. Die Schüler des Wilhelmsgymnasiums feierten im Club Arm, aber in der documenta-Halle fand traditionell die große Tanzparty mit Hunderten Schülern statt, zu dem ein gutes Dutzend Gymnasien aus Kassel und Nordhessen gemeinsam eingeladen hatten.

Um 22 Uhr ging’s los. Nach und nach trudelten die Schüler in Grüppchen ein, ließen geduldig die Sicherheitskontrollen über sich ergehen, gaben eventuell verbotenerweise mitgebrachte Fläschchen ab und stürzten sich ins Tanzvergnügen.

Zusammen aufs Foto: Sie alle und viele mehr feierten am Freitag Abi-Fete in der documenta-Halle.

Sich in der documenta-Halle mit den Freunden von anderen Schulen zu treffen, findet Valentin Menzel vom Friedrichsgymnasium toll. Schließlich haben alle den gleichen Grund zum Feiern.

Eine Abi-Party muss sein, als Belohnung für die Lernerei und nach all dem Stress“, findet Nils Griese. Der Jacob-Grimm-Schüler hat bis vor drei Tagen noch über seinen Mathe-, Bio- und Deutschprüfungen gebrütet. Jetzt sei die Erleichterung groß. „Bestanden sollte ich haben“, meint er. „Ich habe mich vorher schon sehr gestresst“, sagt Klara Hamacher, die ebenfalls an der Jacob-Grimm-Schule Abitur macht. Umso stärker empfindet die 18-Jährige jetzt das Gefühl der großen Freiheit: „Ich kann machen, was ich will“, jubelt sie. Na ja, nicht ganz. Es folgen ja im Mai noch die mündlichen Prüfungen – für Klara in den Fächern Darstellendes Spiel und Ethik.

Von ihrer Zukunft will sie sich überraschen lassen. Vielleicht als Au-Pair ins Ausland gehen oder als Absolventin eines Freiwilligen sozialen Jahrs irgendwo helfen. Darum wolle sie sich demnächst kümmern. Auf jeden Fall nicht gleich studieren. „Das Studium kann noch warten“, sagt sie gut gelaunt.

"Lernen fällt mir nicht so schwer"

Valentin Menzel (18), Schüler am Friedrichsgymnasium

Bestehen wird er das Abi, davon ist Valentin Menzel überzeugt. Er räumt ein, dass ihm Lernen nie schwergefallen sei. Auch für seine schriftlichen Abi-Prüfungen in Mathe, Musik und Altgriechisch habe er sich nicht quälen müssen. Mündlich folgen jetzt noch Prüfungen in Deutsch und Religion. Danach möchte der Schüler am Friedrichsgymnasium in Rostock Musik und Mathe auf Lehramt studieren und außerdem eine Tischlehre machen. 

"Ein tolles Gefühl nach den Prüfungen"

Klara Hamacher von der Jacob-Grimm-Schule.

Ein tolles Gefühl sei das, die schriftlichen Abiprüfungen hinter sich gebracht zu haben, sagt Klara Hamacher (18). Die Schülerin der Jacob-Grimm-Schule hat sie in den Fächern Englisch, Französisch und Mathe abgelegt. Es folgen im Mai die mündlichen Prüfungen in Ethik und Darstellendes Spiel. Demnächst werde sie sich kümmern, wie es nach dem Abi weitergeht. Vielleicht eine Au-Pair-Stelle oder ein Freiwilliges soziales Jahr. Studiert wird später.

Vor dem Studium nach Amsterdam

Niels Griese (19) macht an der Jacob-Grimm-Schule Abi.

Sehr erleichtert ist Nils Griese (19) jetzt, dass die schriftlichen Abiprüfungen geschafft sind. Er legte sie in den Fächern Deutsch, Bio und Mathe ab. „Ich müsste eigentlich bestehen“, sagt er. Mündlich folgt katholische Religion und Chemie. Nils hat konkrete Pläne für die Zukunft. Er möchte gerne Maschinenbau in Kassel studieren.

Aber vorher gibt es noch eine Urlaubsreise mit seiner Freundesclique: nach Amsterdam. 

"Die Anspannung war groß"

Mariama Bonnet (19) von der Albert-Schweitzer-Schule.

Sie habe vorher ziemlich viel Panik geschoben, gibt Mariama Bonnet (19), Schülerin der Albert-Schweitzer-Schule in Hofgeismar, zu. Die Anspannung sei groß gewesen. Aber nach der ersten Prüfung sei es gut gelaufen. Mariama legte Prüfungen in ihren Leistungskursen Deutsch und Englisch ab. Mündlich folgen Mathe und Darstellendes Spiel. Nach dem Abitur macht sie ein Freiwilliges soziales Jahr in einer Berhinderten-Einrichtung.

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