Ablagerungen, Entzündungen und Verschleiß

Orthopädische Klinik Hessisch Lichtenau
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Orthopädische Klinik Hessisch Lichtenau

Dr. med. Philipp Jungermann über die Behandlung bei Schulterbeschwerden

Schulterschmerzen sind vielen Menschen vertraut. Zumeist äußerst sich dies mit quälenden Nachtschmerzen, aber auch mit anhaltenden Belastungsbeschwerden und Bewegungseinschränkungen. Häufig liegt die Ursache der Beschwerden bei den Weichteilen im Schultergelenk. So können Kalkablagerungen, Schleimbeutelentzündungen, Verletzungen der Gelenklippe und auch Risse in der Rotatorenmanschette über eine kleine Operation (Arthroskopie – Gelenkspiegelung) behoben werden. Obwohl das Hüft- und Kniegelenk deutlich häufiger von der Arthrose betroffen ist, zeigt sich der Verschleiß zunehmend auch am Schultergelenk (Omarthrose). Sind die konservativen Möglichkeiten der Behandlung (Infiltrationen, Krankengymnastik, Schmerzmedikamente) ausgeschöpft, kann in bestimmten Fällen die operative Versorgung des Schultergelenkes mit einer Prothese notwendig / sinnvoll sein.

Es gibt eine Vielzahl an Schulterprothesen, die sich im Design, Funktionalität und Anwendungsbereichen unterscheiden. Mittlerweile kann situativ und Patienten-individuell auf die Problematik im Schulterbereich eingegangen werden.

Rotatorenmanschette

Bei einer Arthrose ohne Verletzung der umliegenden Muskulatur (Rotatorenmanschette) besteht die Möglichkeit der minimalinvasiver und knochensparenden Implantation einer Schulterprothese durch Überkronung der oberarmseitigen Gelenkflächen, die so genannte Kurzschaftprothese. In Abhängigkeit vom Verschleiß der Gelenkpfanne (auch Glenoid genannt) kann diese ebenfalls endoprothetisch ersetzt werden oder auch in seiner natürlichen Form belassen werden. Ein späteres Nachrüsten ist dann bei Zunahme des Verschleißes jederzeit umsetzbar. Die anatomischen Gegebenheiten (Gelenkkopf liegt und bewegt sich in der Gelenkpfanne) werden bei Verwendung einer anatomischen Prothese unverändert belassen. Bei älteren Patienten mit reduzierter Knochenqualität oder knöchernen Vorpathologien (zum Beispiel Zustand nach Oberarmbruch) kann eine anatomische Schulterprothese mit tieferer Abstützung im Oberarmknochen verwendet werden. Auch hier kann situativ die Gelenkfläche mit erneuert werden.

Gelenkverschleiß

Die sogenannte Rotatorenmanschette nimmt eine besondere Stellung bei der Funktion des Schultergelenkes ein. Sie ist für das Abheben, aber auch für die Innen- und Außendrehung des Armes verantwortlich und zentriert den Oberarmkopf in der Gelenkpfanne. Verletzungen der Rotatorenmanschette können, wenn frühzeitig erkannt, über eine operative Gelenkspiegelung repariert (genäht) werden. Ist die Rotatorenmanschette irreparabel zerstört, kommt es zum Gelenkverschleiß. Der Oberarm findet im Gelenk keinen Halt mehr und wandert „nach oben“, unter das Schulterdach, aus. Auch für diese Situation stehen uns Prothesen zur Verfügung. Diese so genannten inversen Schulterprothesen ermöglichen es, trotz Verletzung der Rotatorenmanschette, das Gelenk in der korrekten Lage dauerhaft zu fixieren. Invers bedeutet hierbei das die Gleitpaarung (Oberamkopf und Gelenkpfanne) vertauscht werden.

„Wir implantieren in unserer Klinik jährlich eine Vielzahl an Schulterprothesen und sind somit eine der führenden Kliniken hessenweit.“

Dr. med. Philipp Jungermann 

Zur Person

Dr. med. Philipp Jungermann über die Behandlung bei Schulterbeschwerden

Dr. med. Philipp Jungermann stammt aus Magdeburg und hat seine Ausbildung an der Universität in Göttingen absolviert. Der Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie ist seit 2016 an der Orthopädischen Klinik Hessisch Lichtenau tätig. Seine Schwerpunkte liegen in der Prothetik von Knie, Hüfte und Schulter sowie arthroskopischen Eingriffen an Knie und Schulter.









   

Orthopädische Klinik  Hessisch Lichtenau

Am Mühlenberg | 37235 Hessisch Lichtenau
Telefon: 0 56 02 / 83 12 01

klinik-lichtenau.de

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