Rätselraten um Zukunft

Abriss des Campus hat begonnen - Was wird aus Grundstück im Wolfsanger?

Kassel. Was wird aus dem Gelände der Sportanlage Campus im Wolfsanger? Diese Woche haben die Abrissarbeiten an der seit Ende Mai geschlossenen Anlage am Triftweg begonnen.

Der Eigentümer, die Schroeder KG aus Hamburg, würde das Areal gern als Bauland, der Ortsbeirat möchte es am liebsten weiter als Sport- und Freizeitfläche für den Stadtteil nutzen.

Am Dienstag bei der Ortsbeiratssitzung hat das Unternehmen nun laut Ortsvorsteher Alfred Langner (SPD) ein Bebauungskonzept vorgelegt – das habe die Stadt aber abgelehnt, sagte Langner.

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Das vorgelegte Bebauungskonzept sei bisher für die Stadt nicht zustimmungsfähig gewesen, sagte Stadtsprecher Ingo Happel-Emrich. Eine überarbeitete Planung sei der Stadt bisher nicht vorgelegt worden. Grundsätzlich stimme die Stadt aber der Nutzung für den Wohnungsbau zu.

Obwohl noch nicht klar ist, ob die Fläche als Baugrund für Wohnungen nutzbar sein wird, gibt es bei der Schroeder KG offenbar großes Interesse, das Grundstück als Bauland anzubieten: Am Donnerstag ließ sich ein Vertreter der Deutschen Reihenhaus AG das 20 000 Quadratmeter große Grundstück von einem Makler zeigen. Wer den Makler beauftragte, ist nicht klar.

Der Wert des Grundstücks wird auf zwei Mio. Euro beziffert. Das war bereits im Oktober 2013 aus Kreisen der Stadtverordneten zu erfahren. Eine Sprecherin der Reihenhaus AG bestätigte, dass man das Grundstück kenne und sich in der Prüfung befinde. Wie das Bebauungskonzept des Eigentümers aussah, konnte die Geschäftsführung der Schroeder KG nicht sagen. Sie sei in dieser Woche nicht zu sprechen, teilte Klaus Wiskemann, ein Anwalt des Unternehmens mit. Der Abriss solle aber Ende Februar abgeschlossen sein.

Der Ortsbeirat setzt sich weiterhin dafür ein, dass die Fläche für den Gemeinbedarf erhalten bleibt. „Wir wünschen uns etwas für Sport und Freizeit“, sagte Alfred Langner. Im Bebauungsplan von 1968 ist das Gelände als Gebiet für den Gemeinbedarf ausgewiesen. Einer Umwidmung müsste der Ortsbeirat zustimmen.

Ortsvorsteher Langner brachte auch nochmal den Vorschlag ins Spiel, eine Schulsporthalle an der Stelle zu bauen. Dieser Idee hatte der Stadtbaurat aber bereits im Oktober 2010 eine Absage erteilt. Denn dafür müsste die Stadt die Immobilie kaufen.

Seit Montag entfernt nun die Firma Heinemann Asbestplatten, die in der 4000 Quadratmeter großen Dachfläche der Sportanlage verbaut sind. Das Gerippe der Halle soll laut den Aussagen von Seniorchef Albrecht Heinemann abgebaut und an anderer Stelle wieder aufgebaut werden. Am Donnerstag rollte auch der erste Bagger einer Abbruchfirma an. Die 30 Jahre alte Anlage hatte sich nach Angaben des Besitzers nicht mehr gelohnt.

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