Mit Architekturpreis ausgezeichnet

Abriss: Kasseler Klinikum hatte keine Verwendung mehr für ehemaliges Infocenter

Erhielt 2003 einen hochkarätigen Architekturpreis: Das Informationszentrum des Kasseler Klinikums war eine Arbeit des hiesigen Architektenbüros Bieling & Bieling. Archivfoto:  nh

Kassel. Vor 14 Jahren wurde der Bau als ausgezeichnete Architektur vom Bund Deutscher Architekten mit der Simon-Louis-du-Ry-Plakette geehrt, jetzt ist von dem einstigen Informationszentrum am ehemaligen Haupteingang des Klinikum Kassel nichts mehr zu sehen.

Die erst 1999 erbaute gläserne Empfangshalle wurde kürzlich abgerissen. Mit Baggern werden derzeit die letzten Trümmer beseitigt.

Nachdem ein neues zentrales Empfangsgebäude errichtet worden war, sei trotz intensiver Überlegungen keine Nachnutzung für das vom Architekturbüro Bieling & Bieling entworfene Infocenter gefunden worden, sagt der Sprecher der Gesundheit Nordhessen Holding, Martin Schmidt. Denn im neuen Eingangsgebäude (Haus E) gebe es beispielsweise auch eine Konferenzebene, die für Veranstaltungen zur Verfügung stehe.  

Bagger beseitigen die Reste des ehemaligen Empfangsgebäudes: Früher wurde das Infocenter, in dem es auch ein kleines Café gab, häufig für Veranstaltungen wie Vorträge genutzt. Foto:  Schachtschneider

Um die Instandhaltungskosten der Fläche von insgesamt 430 Quadratmetern zu minimieren und einen Freiraum in der bebauten Gesamtfläche für das Klinikum Kassel zu schaffen, seien der Abriss des Gebäudes sowie des Vordaches im Bereich des Zugangs zwischen Haus M (Psychiatrie, Augenklinik und Hautklinik) und dem Verwaltungsgebäude beschlossen worden. Anstelle des Infocenters werde dort eine Rasenfläche zum Ausgleich der bebauten Flächen entstehen.

Seit einiger Zeit ungenutzt

„Das gläserne Gebäude, mit der außen liegenden Holzlamellenschicht, war aufgrund seiner mangelnden thermischen und akustischen Eigenschaften seit der Eröffnung des neuen Eingangsgebäudes ungenutzt“, sagt Schmidt.

 Einst hatte die Neugestaltung des gesamten Eingangsbereichs, der inzwischen verlegt wurde, 5,5 Millionen Mark gekostet.

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