Abriss des Wolfsanger-Campus': Baldige Genehmigung wird erwartet

Die Tage scheinen gezählt: Der Abriss der Sportanlage Campus am Wolfsanger steht bevor. Eine Abrissgenehmigung ist beantragt und der Eigentümer erwartet in den nächsten Tagen die Zustimmung der Stadt. Foto: Schachtschneider

Kassel. Der Betrieb ist bereits seit Juni eingestellt, nun soll die Sportanlage Campus am Wolfsanger verschwinden. Für den Abriss der Halle am Triftweg rechnet der Eigentümer, die I. Schroeder KG der Hamburger Geschäftsleute Klaus und Martin Humbert, in den nächsten Tagen mit einer Genehmigung der Stadt.

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Die Schroeder KG würde das Areal gerne zu Bauland umwidmen lassen und dann verkaufen. Ob die Stadt bei dem Vorhaben mitzieht, ist noch unklar. „Die städtischen Auflagen für den Abriss haben wir erfüllt“, sagt Klaus Wiskemann von der Schroeder KG. Sobald die Genehmigung vorliegt, werde abgerissen. Zuletzt habe die Stadt noch Nachbesserungen beim Lärmschutz gefordert, für den Fall, dass das Abrissmaterial vor Ort zerkleinert werde. Eine Zerkleinerung sei aber nicht nötig.

„Wir sprechen mit der Stadt über eine Neubebauung. Unser Ziel ist es, das Areal für eine Wohnbebauung umwidmen zu lassen, um es dann zu verkaufen“, sagt Wiskemann. Die Schroeder KG habe selbst aber kein Interesse, das 20 000 Quadratmeter große Grundstück mit Wohnhäusern zu bebauen, es solle aber für eine Bebauung vorbereitet werden.

Auf Nachfrage bei der Stadt war zu erfahren, dass einem Abriss offenbar nichts im Wege steht. „Wir könnten diesen nur untersagen, wenn es einen triftigen Grund, wie etwa Bedenken des Denkmalschutzes, gibt", sagt Stadtsprecher Ingo Happel-Emrich. Ein Einspruch der Denkmalschützer ist bei diesem Bau nicht zu erwarten.

Ortsvorsteher Alfred Langner (SPD) begrüßt den Abriss: „Wenn sie stehen bleibt, wir die Halle zur Rattenburg.“ Er ist aber nicht begeistert von den Plänen für eine Wohnbebauung.

Der Ortsbeirat setze sich dafür ein, dass die Fläche für den Gemeinbedarf erhalten bleibt. „Es muss nicht unbedingt eine neue Sporthalle entstehen, aber es ist das letzte Grundstück, auf dem im Wolfsanger ein Gemeinschaftseinrichtung gebaut werden könnte“, sagt Langner. Die Ansiedlung von Einzelhandel hält er für unrealistisch. „Auch das Bauamt hat signalisiert, dass es eine Wohnbebauung an dieser Stelle nicht forcieren werde“, sagte Langner.

Von Bastian Ludwig

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