Die letzte Mittelstufen-Klasse hat die Friedrich-Wöhler-Schule verlassen

Abschied der Dinosaurier

Sonnenblumen zum Abschied: Die Grundschüler hatten für die Jugendlichen einen herzlichen Empfang vorbereitet. Zuvor hatte die Abschlussklasse ihrer Schule einen Streich gespielt und das Gebäude mit Toilettenpapier und Folie „geschmückt“. Foto:  Zgoll

Südstadt. Es ist ein berührendes Bild: Die „Kleinen“ der Friedrich-Wöhler-Schule haben bunte Bänder gespannt und sich zum Spalier auf dem Schulhof aufgestellt, um ihre „Großen“ zu verabschieden. Die letzte Klasse 10 der nunmehr ausgelaufenen Mittelstufe hat gestern die Schule in der Südstadt verlassen.

„Das waren unsere Dinosaurier, unsere aussterbende Art“, sagt Schulleiterin Daniela Schinke augenzwinkernd: „Wir werden sie vermissen.“

Der Abschied fällt allen schwer. Es war ein besonderes Miteinander der Jugendlichen und der Grundschüler. „Wir haben uns wie im Mittelpunkt gefühlt“, sagt eine der Schülerinnen. „Das haben sie ganz toll gemacht“, lobt die Schulleiterin den letzten Jahrgang der Mittelstufe. Zu den jüngeren Kindern seien sie freundlich, „und uns haben sie immer unterstützt und viel geholfen.“

Mit dem Abschied von der letzten zehnten Klasse geht für die Wöhler-Schule eine Ära zu Ende. Und für die Jugendlichen beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Die 16-Jährige Lena Riede, die die Schule von der ersten bis zur zehnten Klasse besucht hat, wird eine Ausbildung als Fitnesskauffrau beginnen. Danach, so plant sie, will sie noch Fachabitur machen. Ihre Schulkameradinnen Sara Sommer, Klaudia Juraschzyk und Anna Weber werden unterschiedliche weiterführende Schulen besuchen. Die 20 Jungen und Mädchen, die von Klassenlehrerin Birgit Brazel begleitet wurden, seien ein guter Jahrgang gewesen, lobt Daniela Schinke weiter. Und sie hatten einen „richtig guten Zusammenhalt“. „Wir werden uns bestimmt nicht aus den Augen verlieren“, sind die Schülerinnen sicher. Gestern Abend wurde erst einmal zünftig Abschied gefeiert. Da waren die „Großen“ mit ihren Familien und Lehrern mal ganz unter sich. HINTERGRUND

Von Martina Heise-Thonicke

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