Bio-Caterer macht weiter

Nach Hoppe-Insolvenz nun auch Vital Catering GmbH am Ende

Großküche: Im Industriegebiet Waldau werden ökologische Speisen produziert, die bundesweit ausgeliefert werden. Archivfoto:  Koch

Kassel. Die Vital Catering GmbH, die das Mensapersonal für den Kasseler Bio-Caterer Dr. Hoppe stellt, ist am Ende. Das eigenständige Unternehmen war im Juli vergangenen Jahres in die Insolvenz geraten.

Die Insolvenzverwalterin habe sich nun Ende vergangenen Jahres entschlossen, den Betrieb, der bundesweit rund 70 Mitarbeiter beschäftigte, abzuwickeln, erläutert Geschäftsführer Dr. Harald Hoppe.

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Ein großer Teil des Personals, das für die Verpflegung mit ökologischem Mittagessen zuständig ist, werde von den jeweiligen Schulmensavereinen weiter beschäftigt, Als Beispiele nennt er die Söhre-Schule in Lohfelden und die Offene Schule Waldau. In anderen Schulen, in denen es keine solchen ehrenamtlichen Strukturen wie Mensavereine gibt, seien solche Lösungen leider nicht gelungen. Beispiel hierfür ist die Alte Landesschule in Korbach.

„Wir haben allen Schulen angeboten, sie auch weiterhin mit Essen zu beliefern“, sagt Hoppe. Und es gebe eine Reihe von Schulen und Einrichtungen, die ohnehin nur mit Essen beliefert worden seien. In einigen Fällen, in denen die Schulen den Essensanbieter gewechselt haben, seien die neuen Caterer verpflichtet, das bisherige Personal zu übernehmen. Ein Großteil der Kunden werde aber weiter aus Kassel beliefert.

Die Abwicklung der Vital Catering GmbH hat somit auch Auswirkungen auf Deutschlands größte Bioküche, die im Jahr 2000 gegründet wurde und ökologische Speisen für die Schulverpflegung und die Gemeinschaftsgastronomie im Industriegebiet Waldau produziert. So werde man zunächst etwas weniger Essen herstellen und habe deshalb Kurzarbeit angemeldet, erläutert Hoppe. „Ich bin aber sehr zuversichtlich, dass wir unser Stammpersonal auch in Zukunft wieder voll benötigen“, betont Hoppe, der auch Geschäftsführer der Firma Bio-Catering Marbachshöhe GmbH ist.

Die Bio-Küche war im April 2010 in Insolvenz geraten. Bis zum November vergangenen Jahres hatte der Caterer die Mitarbeiterzahl von 67 auf 23 reduziert. Zu diesem Zeitpunkt belieferte das Kasseler Unternehmen bundesweit 30 Schulen und 19 Kindertagesstätten. Das Unternehmen sei gut saniert und man blicke zuversichtlich in die Zukunft, sagt Hoppe heute.

Der der bekannte Bio-Koch hat dabei auch neue Projekte im Blick: So ist man im Gespräch mit 15 Kantinen, die Biotage einführen möchte. Ab voraussichtlich März werde man zudem Kasseler Unternehmen, die keine eigene Kantine haben, mit einzeln abgepackten Mittagessen beliefern. Und gemeinsam mit dem Rewe-Food-Service beliefert man Großküchen und Betriebsrestaurants mit ökologischen Speisen. (hei)

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