Radio Maurer baut Fernseher um und reduziert Strahlung um bis zu 96 Prozent – Auch bei Hifi-Anlagen

Abschirmung gegen Elektrosmog

In seinem Element: Reiner Maurer ist ein Hifi-Liebhaber und -Fachmann. In seiner Hand hält er einen Röhren-Verstärker moderner Bauart des tschechischen Anbieters TAC. Foto: Fischer

Kassel. Wer in Kassel zu Radio Maurer geht, will meist etwas Besonderes. Eine super Hifi-Anlage oder einen Spitzenfernseher etwa. Viele wollen aber noch mehr - eine spezielle Abschirmung, die elektromagnetische Strahlung – etwa bei Flachbildschirmen – um bis zu 96 Prozent verringert zum Beispiel.

Denn dieser Elektrosmog gilt als gesundheitsschädlich, und es gibt Menschen, die besonders empfindlich darauf reagieren.

Reiner Maurer, der das mit 60 Jahren „älteste Fachgeschäft für Unterhaltungselektronik in Hessen“ in dritter Generation führt, hat die Abschirmungstechnik gemeinsam mit seinem Bruder Norbert entwickelt. In diesem Bereich wähnt sich Maurer auch bundesweit vorn. „So wie wir macht die Abschirmung niemand“, sagt der 53-jährige Elektro-Ingenieur, der Musik und Hifi als seine Leidenschaften bezeichnet.

Was er genau mit den entsprechenden Bauteilen macht, verrät Maurer nicht – Betriebsgeheimnis. Nur so viel: Die Bauteile werden nicht ausgetauscht, sondern im Gerät verändert. „Es ist sehr aufwändig“, sagt Maurer, weshalb je nach Fernsehgröße 300 bis 600 Euro für Spezialbehandlung fällig werden.

Der Hifi-Fachmann, der das Geschäft von Vater Lothar und Großmutter Sophie übernommen hat, empfiehlt die spezielle Abschirmung aber auch für Hifi-Anlagen. Denn der vor allem in Städten vorkommende Elektrosmog kann sie empfindlich stören. „Eine modifizierte Anlage bringt eine andere Hörqualität“, sagt Maurer.

Mit Musikautomaten für die Gastronomie fing vor 60 Jahren alles an, später kamen Musiktruhen dazu, danach Hifi- und TV-Geräte. Und Maurer hatte fast immer die Nase weit vorn. Der Fachhändler brachte den ersten Stereo-Plattenspieler nach Nordhessen, den ersten CD-Spieler, VHS-Videorekorder und DVD-Player. Heute führt Reiner Maurer das Geschäft mit seiner Ehefrau und einem Angestellten und sucht derzeit einen Radio- und Fernsehtechniker. Ob es eine vierte Generation bei Radio Maurer geben wird, ist noch nicht klar. Die zwei Söhne hätten sich noch nicht entschieden, sagt der Chef. Sein Bruder hat ein ähnliches Fachgeschäft bei Bonn.

Maurer achtet bei den Produkten auf Langlebig-, Nachhaltig- und Reparierbarkeit. Sie sind tendenziell mittel- und hochpreisig und stammen zumeist aus europäischer Produktion. „Wir wollen doch, dass unsere Kunden lange Spaß an den Geräten haben und möglichst wenig Elektronikschrott anfällt“, erklärt der Hifi-Experte.

In unserer nächsten Folge geht es um die Firma Polyma. Sie stellt mobile und stationäre Stromerzeugungsanlagen her.

Von José Pinto

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