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Abschnitt der Friedrich-Ebert-Straße in Kassel ab 7. März gesperrt: Geschäftsleute äußern Ängste

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Von: Christina Hein

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Eine Visualisierung der Friedrich-Ebert-Straße in Kassel, wie sie zwischen Annastraße und Querallee nach dem 22. Mai 2022 aussehen soll.
So soll die Friedrich-Ebert-Straße nach dem 22. Mai aussehen: Der Ortsbeirat Vorderer Westen beschäftigte sich mit der Sanierung der Friedrich-Ebert-Straße im Abschnitt zwischen Annastraße und Karl-Marx-Platz. © Visualisierung Stadt Kassel

Ab 7. März wird die Friedrich-Ebert-Straße in Kassel gesperrt. Der Ortsbeirat und die Geschäftsleute äußern Sorgen und Kritik.

Kassel – Ganz im Zeichen von Verkehr und Mobilität auf der Friedrich-Ebert-Straße stand die jüngste, gut besuchte Versammlung des Ortsbeirats Vorderer Westen.

Emotional wurde es beim ersten Tagesordnungspunkt, als die Vertreter der Kasseler Verkehrs-Gesellschaft (KVG) und des Stadtbauamts, Thomas Kröger und Thomas Sternberger, die Pläne für die Gleisbauarbeiten mit Verbesserung für den Radverkehr auf der Friedrich-Ebert-Straße im Bereich Gabelsbergstraße und Karl-Marx-Platz vorstellten.

Die beginnen schon am 7. März mit etappenweisen Vollsperrungen der Friedrich-Ebert-Straße für den Individualverkehr. Frei bleibt der Verkehr für die Anlieger. Auch die Straßenbahnen fahren erst wieder am 8. Mai. Die KVG bietet einen Ersatzverkehr mit Bussen. Bis zum 10. Juni müssten dann noch Restarbeiten erledigt werden, aber der Verkehr könne wieder rollen, so Sternberger.

Straßensperrung in Kassel: Geschäftsleute nach Corona-Einbußen besorgt

Obwohl man die Sanierungsarbeiten begrüße und ihre Notwendigkeit sehe: Viel zu spät würden diese Pläne im Ortsbeirat vorgestellt, kritisierten die Mitglieder einhellig. Die Pläne nahmen sie „zur Kenntnis“. Hinsichtlich einer Fortsetzung der Arbeiten auf der gesamten Länge der Ebert-Straße sagte Ortsbeiratsmitglied Hans-Helmut Nolte an die Stadtvertreter gerichtet: „Bitte beteiligen Sie uns in Zukunft früher, am besten schon ab heute.“

Ängste und Enttäuschungen äußerten die Inhaber von Geschäften im betroffenen Abschnitt der Friedrich-Ebert-Straße, von denen viele anwesend waren. Sie befürchten Umsatzeinbußen in einer von Corona „dramatisch gebeutelten Branche“, da die Hoffnung bestehe, dass die Geschäfte langsam wieder anlaufen könnten. Und jetzt komme die Sperrung. „Das ist unfassbar unglücklich für uns Geschäftsleute und knüppelhart, wie mit uns umgegangen wird“, sagte Thomas Ernst, Ortsbeiratsmitglied und Inhaber der Pralinenwerkstatt.

Für 2,8 Millionen Euro werden ab dem 26. März auf der Ebert-Straße in Kassel 670 Meter Gleise ebenso wie das Gleisbett erneuert. Parallel dazu wird das Radwegenetz ausgebaut, was zu mehr Sicherheit auch für die Fußgänger führe, so Sternberger. Er kündigte an, dass es vor Ort einen erfahrenen „Kümmerer“ für die Probleme der Anwohner geben wird.

Friedrich-Ebert-Straße in Kassel: Pläne noch nicht abgeschlossen

Um die Ebert-Straße ging es weiter mit einigen Beschlüssen des Stadtteilgremiums. Für die Radverkehrsplanungen im Westabschnitt der Straße wünschen sich die Vertreter „als sinnvolle Ergänzung“ Zebrastreifen im Bereich Bebelplatz. Zum Schutz der Fußgänger sollte die Mittelinsel durch zusätzliche Zebrastreifen in den Haupt-Laufrichtungen der Straße mit den Gehwegen an den Platzrändern verbunden werden.

Um bei der Organisation von Kfz-Stellplätzen Platz zu sparen, schlägt der Ortsbeirat vor, die schräg markierten Stellplätze auf der Nordseite der Ebert-Straße zwischen Stadthallenvorplatz und Haltestelle Wintershall als Senkrechtstellplätze zu markieren. Auch das wünscht er sich: Kreuzungs- und Einmündungsbereiche, in denen nicht geparkt werden darf, sollen durch Markierung und die Aufstellung von Fahrradbügeln freigehalten werden. (Christina Hein)

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