Kasseler Werk spürt gute Quartalsentwicklung

Daimler: Achsenbauer optimistisch

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Größter Industrie-Arbeitgeber im Stadtgebiet: Im Kasseler Achsenwerk der Daimler AG arbeiten etwa 3100 Menschen.

Kassel. Mehr verkaufte Fahrzeuge und höhere Gewinne – der Autobauer Daimler hat gestern Zahlen für das 3. Quartal veröffentlicht, die auch im Achsenwerk Kassel des Konzerns für Optimismus sorgen.

Denn auch in der Nutzfahrzeugsparte, die weltweit die Kasseler Produkte verbaut, haben sich die Ergebnisse verbessert.

Dort stiegen Lkw-Absätze und operativer Gewinn im Vorjahresvergleich um jeweils vier Prozent. In Westeuropa, wo das Nutzfahrzeuggeschäft weiterhin schwierig ist, hat Daimler seinen Marktanteil leicht verbessern können – mit verantwortlich dafür waren Vorziehkäufe durch die Einführung der strengeren Abgasnorm Euro 6 im kommenden Jahr. Auch auf dem wichtigen brasilianischen Markt zogen die Verkäufe wieder an.

Deutlich verbessert hat sich das Geschäft mit Kleintransportern, für die die Kasseler ebenfalls Achsen liefern. Hier lagen der Fahrzeugabsatz um 17 Prozent, der operative Gewinn gar um 103 Prozent über dem Vorjahresquartal. Weiterhin hat Daimler in Deutschland ein Fünftel mehr Transporter verkauft, auf anderen Märkten Europas fielen die Zuwächse noch höher aus.

Auch im Werk Kassel spürt man den stärkeren Auftragseingang, sagte Standortleiter Ludwig Pauss: „Wir haben im Vergleich zum Vorjahr erfreuliche Wachstumsraten verbucht und fahren ein deutlich höheres Produktionsprogramm.“ Das mache in bestimmten Bereichen Sonderschichten erforderlich.

Mehr Schichten im Werk

Diese würden zum Wochenende hin gefahren, ergänzte Betriebsratsvorsitzender Dieter Seidel. Seit Anfang Oktober gebe es von Freitag auf Samstag eine zusätzliche Nachtschicht, neuerdings werde außerdem an Samstagen von 6 bis 14.45 Uhr gearbeitet. Die Vereinbarung zwischen Betriebsrat und Werksleitung gelte zunächst bis zum Jahresende, sagte Seidel. Darin sei festgeschrieben worden, dass die Dienstzeit während der neuen Zusatzschichten auf möglichst viele Schultern verteilt werde. Seidel: „Nicht jeder ist jede Woche dran.“

Die Lage im Kasseler Werk habe sich „nicht nur stabilisiert, sondern weiter verbessert“, sagte der Betriebsratschef. Er gehe von einer stabilen Beschäftigungssituation auch für das gesamte Jahr 2014 aus. Wirtschaft

Von Axel Schwarz

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