Neue Zahlen: Achswerk von Mercedes ist gut ausgelastet

Der neue Mercedes Antos: Daimler hat Anfang des Monats bei der Stuttgarter Messe einen neuen Lastwagen für den schweren Verteilerverkehr vorgestellt. Die Achsen werden im Kasseler Mercedes-Werk gefertigt. Fotos: dpa/nh

Kassel. Die Daimler AG hat ein gutes zweites Quartal hinter sich. Der Umsatz und die Zahl der verkauften Fahrzeuge sind gestiegen. Auch das Kasseler Werk berichtet von einer stabilen Auftragslage. Das teilte der Stuttgarter Autobauer am Mittwoch mit.

Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) ist im Vergleich zum Vorjahresquartal allerdings um 13 Prozent gesunken. Verantwortlich dafür sei insbesondere die Bus-Sparte Daimler Buses, die vor allem in Lateinamerika weniger Fahrzeuge verkauft hat, erklärte der Vorstandsvorsitzende Dieter Zetsche.

Das Kasseler Achswerk ist davon allerdings nicht betroffen. Laut Standortleiter Ludwig Pauss sind alle Produktionsbereiche gut ausgelastet. Das Werk stellt Achsen für Lastwagen, Busse, Kleintransporter und Anhänger sowie Gelenkwellen her. Bereits im März hatte Pauss angekündigt, dass das Werk die Rekordproduktion von 500 000 Achsen im vergangenen Jahr vermutlich übertreffen werde.

„Dennoch steht strikte Kostendisziplin auf dem Plan, um für eine nachhaltig profitable Zukunft am Standort zu sorgen“, sagte Pauss gestern. Investiert werde im Werk ausschließlich in die Verbesserung der Produktion. So sei eine völlig neue Schweißtechnologie entwickelt worden, um bereits fertig bearbeitete Bauteile miteinander zu verbinden. „Ich bin stolz, dass wir solche wichtigen technischen Weiterentwicklungen vorantreiben“, sagte Pauss.

Der Werksleiter erwartet insbesondere von einer Produktoffensive bei Daimler Trucks positive Auswirkungen auf die Achsfertigung in Kassel, wo nun auch die Achsen für den neuen Antos produziert werden. Die Lastwagensparte von Daimler hat im zweiten Quartal 122 200 Einheiten verkauft, ein Plus von 34 Prozent. Daimler Trucks will seine Marktführerschaft in Europa in diesem Jahr weiter ausbauen.

Die Produktion am Achswerk sei wie jedes Jahr auf einen Sommertakt gedrosselt. „Flexibilität ist nach wie vor ein wichtiges Instrument bei der Steuerung der Produktion“, sagt Pauss. Zusätzlich zu den knapp 3000 Mitarbeitern seien bis September 150 Ferienaushilfen und Zeitarbeiter im Einsatz. Bis Jahresende sind 91 Leiharbeiter beschäftigt. Vor einem Jahr waren es noch 80. Weitere Artikel

Von Marcus Janz

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