Sanierung der Kasseler Feuerwache soll im Mai beendet sein – Kosten jetzt bei 16 Millionen Euro

Acht Jahre fürs Planen und Bauen

Blick auf die Feuerwache von der Kreuzung Hoffmann-von-Fallersleben-Straße/Wolfhager Straße: Rechts ist der bereits fertig sanierte Altbau West zu sehen, der linke Gebäudeteil ist noch eingerüstet. Fotos:  Fischer

Kassel. Noch einmal um 400 000 Euro teurer wird die Sanierung der Feuerwache an der Wolfhager Straße. Auch verschiebt sich der Abschluss der Bauarbeiten ein weiteres Mal um etwa vier Monate auf Ende April/Anfang Mai 2014.

Damit kostet das gesamte Vorhaben letztlich 16 Millionen Euro. Zuvor war von 15,6 Millionen Euro die Rede gewesen. Kalkulationen aus dem Jahr 2009 gingen noch von 14,4 Millionen Euro aus.

Als Hauptursache für die Mehrkosten sieht Axel Jäger, Leiter des Hochbauamtes, vor allem die Baupreisentwicklung in den vergangenen Jahren. Zudem hatte es mit Blick auf das Gesamtvorhaben planerische Nachbesserungen gegeben, die die Kosten um weitere 500 000 Euro in die Höhe drückten. Allein der 2011 fertiggestellte Neubau mit Fahrzeughalle an der Wolfhager Straße/Ecke Gießbergstraße war mit 8,3 Millionen Euro um 700 000 Euro teurer geworden als geplant – es hatte Probleme bei der Vorbereitung des Baugrunds gegeben.

„Ähnliches ist jetzt bei der Sanierung der Altbauten an der Hoffmann-von-Fallersleben-Straße und der Wolfhager Straße passiert“, sagt Jäger. „An Teilen der Bausubstanz aus den 1950er-Jahren hat es Schwierigkeiten bei der Sanierung gegeben.“ Folge: Aus den zunächst angesetzten 7,3 wurden 7,7 Millionen Euro.

„Von Kostenexplosion kann aber keine Rede sein“, sagt Jäger. Kalkulationsrisiken und Korrekturen seien bei solch einem Großprojekt niemals auszuschließen. Die entstandenen Mehrkosten hielten sich absolut im Rahmen.

„Es wurde stets unter Vollbetrieb und ohne Einschränkung der Einsatzkraft saniert“, sagt Feuerwehr-Projektkoordinator Daniel Kleinschmidt. Der Planungsaufwand hierfür sei enorm gewesen, „wir haben gewissermaßen am offenen Herzen saniert“. Jeder Arbeitsschritt habe daher viele Vorbereitungen und Absprachen mit den Ämtern und den beauftragten Gewerken erforderlich gemacht. „Das kosten natürlich Zeit – und auch Geld.“

Im Frühjahr wird nun auch der letzte Bauabschnitt fertig sein. Das mit neuem Haupteingang sanierte Gebäude an der Wolfhager Straße beherbergt dann die Wachabteilung, die Kfz-Werkstatt, Unterbringungsmöglichkeiten für Wehrleute in Ausbildung, Sozial- und Sporträume sowie die Küche mitsamt Speisesaal. Aktuell wird noch die gesamte Haustechnik installiert – von der Waschmaschine bis zur Kühlkammer. Zugange sind ebenfalls noch Trockenbauer, Maler, Fliesenleger und Sanitär-Installateure. „Wenn alles fertig ist, haben wir eine moderne Feuerwache – und für die nächsten 30 Jahre Ruhe“, sagt Kleinschmidt. Er selbst bewertet das Ergebnis nach gut acht Jahren des Planens und Bauens als „ausgewogenes Maß an Sicherheit, Nutzbarkeit und Wirtschaftlichkeit“. HINTERGRUND

Von Boris Naumann

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