Ab morgen wird wieder Kirmes gefeiert – Biergarten auf Kohlenstraße, mehr Platz für Rummel

Wehlheider Kirmes: Achterbahn für Marktdesigner

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Setzen auf Altbewährtes und Neues: Marktdesigner Willi Rudolph und Dirk Reimann, Vorsitzender der Kirmesgemeinschaft, testen die Wagen der Achterbahn.

Wehlheiden. Willi Rudolph und Dirk Reimann sind alte Hasen - jedenfalls wenn es um die Wehlheider Kirmes geht. Rudolph ist seit 45 Jahren für den Aufbau der Buden und Fahrgeschäfte verantwortlich - 44 Jahre war er Marktmeister, ab dem 45. Jahr darf er sich nun „Marktdesigner“ nennen.

Reimann (36) ist seit 20 Jahren aktiv dabei: Erst als Kirmesbursche, dann als Kirmesvater und nun als Vorsitzender der Kirmesgemeinschaft der Turngemeinde Wehlheiden (TGW). Die beiden, die die Kirmes aus dem Effeff kennen, setzen bei der 63. Auflage des Festes, das vom 12. bis 15. August wieder im Herzen des Stadtteils gefeiert wird, auf Bewährtes und auf Neues.

Zum ersten Mal wird ein Biergarten mit einer Bühne mitten auf der Kohlenstraße aufgebaut. „Wir müssen den verantwortlichen Ämtern der Stadt danken, dass dies in diesem Jahr geklappt hat“, sagt Reimann. Der Biergarten auf der Fahrbahn wurde nur möglich, weil die Kohlenstraße bereits am Freitagmittag ab 12 Uhr gesperrt wird. Dadurch ist nun mehr Platz auf dem Stockplatz vorhanden, auf dem jeder Zentimeter zähle, sagt Marktdesigner Rudolph. „Der Festplatz wird dadurch schöner und offener.“

Frank Biniasch

Erstmals können die Besucher in Wehlheiden Achterbahn fahren. Daneben stehen ein Musikexpress und ein historisches Riesenrad. Das gute Stück ist 118 Jahre alt, erzählt Schausteller Franz Wawrzyniak, und zwölf Meter hoch. Obwohl es sich um ein relativ kleines Riesenrad handele, sei der Aufbau sehr zeitintensiv. „Das dauert mit Putzen 18 Stunden, weil jedes Teil einzeln zusammengeschraubt werden muss“, sagt Wawrzyniak.

Neue Betreiber

Neues gibt es auch aus dem Blumenhaus Bode. Dort werden zum ersten Mal Frank Biniasch, der scheidende Bürgermeister der Kirmes, und Herrenausstatter Salvatore Cucuzza das „Grappa-Haus“ während der Kirmes betreiben. „Wir sind Gastronomie-Novizen“, sagt Biniasch, der eine Online-Marketing-Agentur hat. Mit Weinen und Grappa aus der Hospitalskellerei, Champagner-Spezialitäten und italienischen Köstlichkleiten wollen sie ein Publikum für das Fest begeistern, das nicht nur auf Bier und Bratwurst steht. Biniasch verspricht ein gehobenes Ambiente und einen illuminierten Steingarten. Das Grappa-Haus wird einen großen Außenbereich auf der Tischbeinstraße bewirtschaften.

Bauen die Lichterkette auf: Mathias Hapke (links) und Stefan Neuenhagen (Bleibtreu) sorgen für ein angenehmes Ambiente.

Wenige Meter weiter haben Stefan Neuenhagen, der Wirt der Gaststätte Bleibtreu, und Gerold Kreppenhofer, Geschäftsführer der Firma H&K Event-Service, bereits Tische, Bänke und Bierwagen aufgebaut. Die beiden Gastronomen sind auch für die Bühne an der Kleinen Weide verantwortlich. Damit die Anwohner rund um die Bühne nicht mehr so stark durch die Livemusik belästigt werden, haben sie eine professionelle Beschallungsfirma damit beauftragt, ein Bühnenkonzept zu erarbeiten. Es gibt eine neue Beschallungsanlage, die laut Kreppenhofer die Anwohner weniger belästigt, ohne dass die Musik auf das Publikum leiser wirkt.

Bei all diesen Neuerungen weiß Reimann, was für das Gelingen der Kirmes seit 63 Jahren von besonderer Bedeutung sein wird: „Das Wetter ist alles“, sagt der Vorsitzende der Kirmesgemeinschaft.

Von Ulrike Pflüger-Scherb

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