ADAC-Test: Tiefgarage im Regionalhaus Adolph Kolping ist nicht benutzerfreundlich

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Keine Pendelbalken zur Höhenkontrolle: Nicht der einzige Kritikpunkt der ADAC-Tester.

Das Fahren in der Tiefgarage ist überaus schwierig und benutzerunfreundlich. Die Fahrbahnbreite ist mit 2,95 Metern in der Zufahrtskurve viel zu eng.“ Das sagt ADAC-Verkehrsexperte Wolfgang Herda über die Tiefgarage im Regionalhaus Adolph Kolping.

Die Anlage landet auf Platz sieben des Tests, das Urteil des ADAC lautet: mangelhaft.

Hier die Stärken und Schwächen auf einen Blick:

Das ist gut:

• Die Beschilderung nach der Straßenverkehrsordnung und die Wegweisung sind ausreichend, die Richtungspfeile auf den Fahrgassen kontrastreich.

• Frei/besetzt-Anzeige ist vorhanden.

• Behindertenstellplätze liegen erkennbar außerhalb des Parkhauses direkt vor der Einfahrt.

• Es gibt Videoüberwachung an den wichtigsten Punkten und Notrufeinrichtungen.

• Die Beleuchtung ist vollkommen ausreichend und am Kassenautomaten angenehm hell.

• Die Parktarife sind günstig.

• Das Parkhaus macht einen gereinigten Eindruck. • Es gibt Toiletten im näheren Umfeld (im Regionalhaus).

Das ist nicht gut:

• Die Stellplätze sind mit durchschnittlich 2,31 Metern zu schmal.

• Es gibt keine Pendelbalken zur Höhenkontrolle bei der Einfahrt.

• Rampen verhindern die Sicht auf andere Verkehrsteilnehmer: Kollisionsgefahr.

• Parkhauspfeiler an allen Stellplätzen erschweren das Parken, das Ein- und Aussteigen und haben keinen Schrammschutz.

• Es fehlen Stellplätze für die Autos von Frauen und von Eltern mit Kinderwagen.

• Die Fahrbahnbreite in der Zufahrt zur ersten Parkebene ist in den Kurven und auf den Rampen zwischen den Parkebenen viel zu eng.

• Das Parkhaus ist nicht barrierefrei.

• Eine Zahlung ist nur mit Münzen möglich.

• Hinweisschilder zu Tarifen und Öffnungszeiten sind oft nur Provisorien und stimmen bei den Angaben nicht überein.

• Vor dem Ausfahrtstor zur Straße gibt es keinen Hinweis darauf, dass sofort ein Fußgängerweg folgt.

Das Fazit von ADAC-Tester Wolfgang Herda: „Die Tiefgarage im Regionalhaus ist mit 74 Stellplätzen das kleinste Parkhaus im Test und weist große Mängel auf. Die Benutzerfreundlichkeit wurde vor allem wegen der sehr schlechten Befahrbarkeit mit mangelhaft bewertet. Die Stellplätze sind senkrecht zur Fahrgasse angeordnet und mit 2,31 Metern viel zu eng. Auch die Sicherheit kann wegen der lückenhaften Verkehrssicherheit nur als mangelhaft bezeichnet werden.

Dass das Parkhaus trotzdem im Gesamtergebnis gerade noch mit einem Mangelhaft davongekommen ist, liegt vor allem an den niedrigsten Parktarifen im Test. Vorbildlich: Das Parkhaus ist kameraüberwacht. Zwar fehlt die Personalpräsenz im Parkhaus, aber es gibt Notrufeinrichtungen auf den Parkdecks und Gegensprechanlagen an den Abfertigungsterminals bei den Ein- und Ausfahrten sowie am Kassenautomaten.“

Das Parkhaus: 74 Stellplätze, niedrig, schmal

Das Parkhaus im Regionalhaus Adolph Kolping bietet 74 Stellplätze, die durchschnittlich 2,31 Meter breit sind.

Der ADAC empfiehlt, Pendelbalken zur Höhenkontrolle bei der Einfahrt anzubringen. Außerdem sollten Parkplätze für Eltern mit Kindern und überwachte Frauenstellplätze angelegt werden. Die Bordsteine in der Einfahrt müssen besser markiert und die Barrierefreiheit verbessert werden. Bei einer umfangreichen Sanierung des Parkhauses sollten die Fahrbahn- und Stellplatzbreiten erhöht werden.

Um Schäden an Fahrzeugen zu vermeiden, bedarf es eines Schrammschutzes an den Parkhauspfeilern.

Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 8 bis 22.30 Uhr, Freitag von 8 bis 20 Uhr, Samstag von 8 bis 14 Uhr. Tarif: eine Stunde 0,60 Euro, vier Stunden 2,40 Euro, Tagestarif 4,50 Euro. (joc)

In unserer Mittwochausgabe stellen wir die Tiefgarage Kölnische Straße vor.

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