ADAC-Winter-Check: Autos der HNA-Leser sind für den Winter gut gerüstet

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Kassel. Auf dem Parkplatz des Presse- und Druckzentrums an der Frankfurter Straße fand am Wochenende ein ADAC-Winter-Check für Autos statt. 60 HNA-Leser hatten die Überprüfung ihrer Fahrzeuge durch die Experten der Gelben Engel gewonnen. 

Die Bilanz nach knapp zwei Stunden: Es gab keine größeren Beanstandungen. Auffällig waren die vielen Marderschäden im Motorraum.

Horst Grebitus (79) aus Vellmar ist der erste in der Schlange auf dem HNA-Parkplatz. Er ist einer von 60 Lesern, die einen Winter-Check ihres Autos durch Kfz-Meister des ADAC gewonnen haben. Um 9 Uhr, eine Stunde, bevor es offiziell losgeht, wartet der Senior bereits auf die Experten der Gelben Engel.

Die legen dann auch sofort los: gehen an dem 18 Jahre alten Audi 6 die gesamte Checkliste des ADAC Hessen-Thüringen durch. Meister Andreas Mlinaritsch misst den Reifendruck und die Profiltiefe der vier Reifen – sie muss über der gesetzlich vorgeschriebene Mindesttiefe von 1,6 mm liegen. Dann geht es an den Motorölstand, auch der Kühlmittelstand wird ermittelt, Batterie und Bremsflüssigkeit geprüft. Schließlich muss Grebitus das Licht anmachen: Abblendlicht, Fernlicht, Nebelscheinwerfer, Blinker etc. Sogar die Hupe prüfen die Fachleute. Horst Grebitus kann aufatmen. Ist sein Auto auch nicht mehr nagelneu, am Wartungszustand haben die Fachleute nichts auszusetzen: Die Batterie ist zu 94 Prozent geladen, der Frostschutz hält minus 40 Grad Celsius aus. Auch der Ölstand ist gut. „Sie könnten noch einen halben Liter Öl dazugeben“, rät Mlinaritsch. Carmelo Capello hat derweil alle Werte in die Check-Liste eingegeben. Sie wird später für eine ADAC-Gesamt-Statistik verwertet.

Piero Scazzi

Beim nächsten Wagen, einem Ford C Max, Baujahr 2008, gibt es eine Überraschung. Im Motorraum befinden sich Hände voll Schaumstoffflocken. Sie dienten einst als Schutz in Form einer dicken Schaumstoffschicht unter der Kühlerhaube. Ein Marderschaden. „Ach, du Schande, der hat ja alles angefressen“, ruft die Fahrzeugführerin, Irmtraud Wilke (76) aus Baunatal aus. Kfz-Meister Wolfgang Langer holt die Reste aus dem Motorraum hervor. „Das kann zu brennen anfangen.“ Er rät: „Das müssen Sie in einer Werkstatt gründlich sauber machen lassen.“

Marderschäden hat Piero Scazzi, der Leiter Fahrzeugtechnik des ADAC in Frankfurt, eine ganze Menge festgestellt bei den Fahrzeugen aus der Region Kassel. „Das war auffällig.“

Ansonsten gab es gute Noten für die 48 gecheckten Fahrzeuge der HNA-Leser: Bis auf ein Auto, das abgefahrene Bremsen und damit erhebliche Mängel aufwies, befand sich alles im grünen Bereich. Hier und da musste auf den korrekten Luftdruck der Reifen hingewiesen werden oder das Profil der Reifen näherte sich der Beanstandung. Doch das Gros der geprüften Fahrzeuge sei gut gerüstet für den Winter, so Scazzi.

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