Änderung im Bauplan an der Schenkebier Stanne: Kein Damm für den Bohrer

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Die Ruhe vor dem Umbau: Noch hat die heiße Phase der Arbeiten am Bahnübergang Schenkebier Stanne nicht begonnen. Im hinteren Bereich des Bahndamms, am Ende des Bahnsteigs, wird die Unterführung für den Verkehr entstehen. Ende 2012 hat die Schranke dann ausgedient.

Kassel. Planänderung am Bahnübergang Schenkebier Stanne: Anders als noch vor Kurzem angekündigt, wird nun doch keine Rampe an der Baustelle aufgeschüttet, auf der die große Bohrmaschine zu ihrem Einsatzort auf dem Bahndamm fahren sollte.

Aus diesem Grund haben die eigentlichen Bauarbeiten für die neue Bahnunterführung auch noch nicht begonnen. Nur ein verlassener Baucontainer und ein paar Schilder künden derzeit von den geplanten Arbeiten.

Wie berichtet, soll Ende 2012 der Bahnübergang durch eine Unterführung für den Verkehr und eine Brücke für Fußgänger und Radfahrer ersetzt werden. Die Baukosten von vier Millionen Euro teilen sich Bahn, Stadt, Bund und Land. 3,4 Millionen Euro entfallen auf die Ersatzbauten für den Bahnübergang, 650.000 Euro auf den Umbau der Regiotram-Station.

Richtig rund geht es auf der Baustelle Schenkebier Stanne jetzt Mitte Juli: Während der Bahnstreckensperrung vom 15. bis 18. Juli sollen die Bohrarbeiten vorgenommen werden. Statt über einen aufgeschütteten Damm wird das Bohrgerät jetzt auf Bohlen, die temporär über den Schienen verlegt werden, vorfahren und erst vor Ort voll ausgefahren, erklärt Projektmanager Thiemo Glomb. Vorteil: Die Oberleitungen, die während der Sperrpause nicht verlegt werden können, müssen dabei nur zur Seite geklappt werden.

Acht tiefe Löcher werden dann im Bereich der späteren Unterführung gebohrt, um eine unterirdische Verschubbahn vorzubereiten, auf der die Brückenkonstruktion später unter die Gleise geschoben werden soll. An der Längsseite der Gleise werden Stützwände eingebaut, ein sogenannter Fangedamm. Die Bohrlöcher werden anschließend wieder verfüllt, damit der Bahnverkehr weitergehen kann.

Das eigentliche Brückenbauwerk für die Unterführung wird ab Juli direkt neben dem Bahndamm an der Schenkebier Stanne gebaut. Auch mit dem Bau der sieben Meter hohen Überführung für Fußgänger und Radfahrer in Höhe des Kiefernwegs wird dann begonnen, sie soll bereits im Sommer 2012 fertig sein.

Für die Unterführung werden werden in einem zweiten Schritt Ende März 2012 aus dem Damm unter den Gleisen zwei riesige Scheiben geschnitten. In diese Hohlräume wird dann die Brücke auf der Verschubbahn hineinmanövriert. Bevor die Erde aus dem Bauch der Brücke entfernt wird, werden noch Flügel an den Seiten angebracht, um das Bauwerk zu stabilisieren.

Ende 2012 soll der beschrankte Bahnübergang, auf dessen Beseitigung der Stadtteil viele Jahre lang gedrängt hatte, endgültig verschwunden sein.

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