Trotz Sorgen der Vereine wegen Nebenkosten

Ärger um Flutlicht: Fußballplatz in Kassel bleibt nach Training erleuchtet

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Keine gute Nachbarschaft: Die Anwohner des Fußballplatzes an der Rammelsbergstraße beklagen, dass die Vereine das Flutlicht noch lange nach Trainingsende brennen lassen.

Kassel. Jüngst hatten einige Kasseler Vereine über steigende Nebenkosten geklagt (HNA berichtete). In den Ohren der Anwohner der Rammelsbergstraße in Wilhelmshöhe klang dies wie Hohn. Sie klagen über unnützes Flutlicht vom benachbarten Fußballplatz.

Die Anwohner streiten sich seit 2011 mit dem VFL Kassel und der TSG Wilhelmshöhe über das Flutlicht auf dem benachbarten Fußballplatz, das oft noch eine Stunde nach dem Training brennt.

Besonders der VFL wird kritisiert – einer der Vereine, die über die steigenden Nebenkosten geklagt hatten.

Gabriele Taubenheim-Fey ist eine der betroffenen Anwohner. „Seit 2011 sind wir mit dem Ortsbeirat, dem Sportamt und den Vereinen im Gespräch.“, erzählt sie. Denn oft würden die zehn Flutlichtstrahler noch eine Stunde nach dem Training die benachbarten Wohnungen erleuchten. Es habe sogar schon Nächte gegeben, in denen es vergessen wurde auszuschalten.

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Immer wenn die Anwohner Kritik beim Sportamt und den Vereinen übten, lief es eine Zeit lang besser. „Aber dann kehrt der Schlendrian wieder ein. Das Problem sei, dass sich niemand der Spieler und Trainer verantwortlich fühle. Es ist ja nicht deren privates Geld“, sagt Taubenheim-Fey.

Während nach dem Training der TSG inzwischen früher das Flutlicht erlösche, sei beim VFL keine Verhaltensänderung erkennbar. Der VFL-Vorsitzende räumt die Probleme auf HNA-Anfrage ein: „Die Anwohner haben nicht unrecht. Aber mehr als die Trainer ständig darauf hinzuweisen kann ich auch nicht machen.“ Aber er werde dies nun nach der jüngsten Beschwerde noch einmal tun. Es sei natürlich unglücklich, wenn einerseits hohe Nebenkosten beklagt würden, aber andererseits nicht auf den Verbrauch geachtet werde.

Döhne glaubt, dass es ähnliche Problem in allen Vereinen gibt. „Das betrifft auch das Abschalten der Heizungen. Wir haben schon überlegt, überall Zeitschaltuhren anzubringen. Aber das ist auch sehr teuer“, sagt der Vereinsvorsitzende.

Von Bastian Ludwig

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