Nachbarn sind besorgt

Ärger über Müllberg hinter Haus an Wolfhager Straße

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Angst vor Ratten: Auf der Rückseite des Hauses an der Wolfhager Straße/ Ecke Daspelstraße türmen sich der Sperrmüll und die Müllsäcke.

Harleshausen. Ein Wohnhaus an der Ecke Wolfhager Straße/Daspelstraße sorgt in der Nachbarschaft für Unmut. Auf dem Grundstück liegen jede Menge alte Möbel und Müll. Die Stadt hat dem Eigentümer bereits eine Frist gesetzt, den Unrat zu entsorgen.

Vor Kurzem hatte das Gebäude bei einer Zwangsversteigerung den Eigentümer gewechselt. Die Nachbarn hoffen nun, dass dieser das Haus wieder auf Vordermann bringt. Harleshausens Ortsvorsteher Reinhard Wintersperger (SPD) hat sich dem Problem inzwischen angenommen. „Von den Bürgern bin ich auf die Situation hingewiesen worden. Es ist ja dramatisch, was da alles rumliegt. Das muss abgefahren werden“, sagt Wintersperger.

Noch von Schnee bedeckt: Die Müllsäcke und der Berg von Sperrmüll.

Die Untere Abfallbehörde der Stadt sei bereits über den Müll hinter und neben dem Haus an der Wolfhager Straße informiert, der derzeit noch von Schnee bedeckt ist. Die Stadt habe dem Eigentümer eine Frist bis zum 2. April gesetzt, den Unrat zu beseitigen. Als Richter im Ruhestand wisse er aber, dass solche Fälle manchmal monatelange Auseinandersetzungen vor Gericht nach sich ziehen können. „Ich will jetzt aber mal hoffen, dass sich der Eigentümer an die gesetzte Frist hält“, sagt Wintersperger.

Haus unbewohnt

Wer der neue Eigentümer ist, das wissen auch die Nachbarn nicht. Hady Abdul, der auf der anderen Straßenseite einen Autohandel betreibt, erzählt, dass das Haus derzeit unbewohnt sei. Er selbst habe vorgehabt, die Immobilie bei der Zwangsversteigerung zu erwerben. Aber weil die Bausubstanz in einem zu schlechten Zustand sei, habe er davon Abstand genommen. Nach seinem Wissen habe ein Araber den Zuschlag bekommen.

Ein anderer Nachbar macht sich sorgen, dass die Ratten durch den Müll angezogen werden könnten. „Die Verhältnisse sind da mit der Zeit immer komischer geworden“, berichtet der Mann. Wem das Haus mittlerweile gehöre, wisse er auch nicht. Zu einer Besetzung des Hauses durch die letzten Bewohner, wie es gerüchteweise in der Nachbarschaft kursiert, könne er ebenfalls nichts sagen.

Auf HNA-Nachfrage beim Ordnungsamt und der Polizei heißt es, dass den Behörden keine Erkenntnisse über eine Besetzung vorlägen.

Von Bastian Ludwig

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