Arbeitskreis der Wirtschaft für Kommunalfragen der Region Kassel fordert Suche nach anderen Lösungen für Fußgänger

AFK: Altmarkt-Umbau stoppen, bevor es zu spät ist

Norbert Steiner

Kassel. „100 Prozent Kostensteigerung sind ein zu hoher Preis für eine Kreuzung, die Staus und zusätzliche Emissionen verursacht und die eigentlich niemand so richtig will“, sagt Norbert Steiner vom Vorstand des Arbeitskreises der Wirtschaft für Kommunalfragen (AFK) der Region Kassel.

Noch sei Zeit, das Bauvorhaben bis auf Weiteres auf Eis zu legen, fordert der AFK. Die Zahl der Argumente, die gegen den Umbau sprechen würden, wachse von Tag zu Tag, ebenso der Widerstand der Bürger, „die zu Recht eine Verschlechterung der Verkehrssituation befürchten“, erklärt Steiner, Vorstandsvorsitzender des Kasseler Düngemittelherstellers K + S.

Die Zweifel ernst nehmen

Verantwortliches politisches Handeln bedeute, im Zweifelsfall von einem Vorhaben abzurücken, auch wenn die Planungen schon weit gediehen seien. In Anbetracht der hohen Verschuldung der Stadt Kassel sei unter anderem sparsames Haushalten angesagt. Dies hätten die Bürger in der jüngsten Volksabstimmung zur Schuldenbremse im Land Hessen überdeutlich zum Ausdruck gebracht, erinnert Steiner an das Ergebnis der Abstimmung im Verlauf der Kommunalwahl im März dieses Jahres.

„Wir fordern daher die politisch Verantwortlichen auf, den Umbau bis auf Weiteres zu verschieben und nach Lösungen zu suchen, wie die bestehenden Verhältnisse den Anforderungen an eine sichere und behindertengerechte Unterquerung gerecht werden können“, erklärt Steiner.

In dieser Frage seien nach Einschätzung der Wirtschaft noch längst nicht alle Optionen ausgelotet. (ach)

Foto: nh

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