Alle Spenden ergeben das große Ganze

Aktion Advent: Geschäftsführer Herbert Siedenbiedel: "Not ist oft nicht sichtbar"

„Wir leben in der Region und von der Region und wollen etwas zurückgeben“: Herbert Siedenbiedel, Geschäftsführer Verlag Dierichs, zur Intention der Aktion Advent. Archivfoto: Koch

In vierzig Jahren hat sich unglaublich viel verändert. Wie wohltuend ist es, wenn da eine Konstante bleibt. Zum Beispiel die Aktion Advent unserer Zeitung. Wieso der Spendenmarathon alljährlich zur Adventszeit nach wie vor ein Renner ist, erläutert der Geschäftsführer des Verlags Dierichs, Herbert Siedenbiedel.

Die Aktion Advent gibt es mittlerweile zum 41. Mal in Folge. Wieso wird sie nach wie vor unverändert veranstaltet?

Herbert Siedenbiedel: Wir leben in dieser Region und von dieser Region. Sie ist wunderschön und lebenswert. Und dennoch herrscht Not, die oft nicht sichtbar ist. Menschen, denen es nicht so gut geht, möchten wir helfen.

Woher wissen Sie, wer bedürftig ist?

Siedenbiedel: Dabei verlassen wir uns auf die Sozialämter, die Diakonie, die Caritas und andere gemeinnützige Organisationen. Sie nennen uns Einzelpersonen und Familien, die Hilfe brauchen. Außerdem unterstützen wir Organisationen, die sich um Bedürftige kümmern.

Die Hilfen sind konstant geblieben. Was hat sich im Lauf der Zeit verändert?

Siedenbiedel: Das Internet und die Digitalisierung haben Einfluss auf die Aktion Advent. Sie kann dadurch auf breitere Basis gestellt werden. Wir veröffentlichen die Aktion jetzt auch auf hna.de und haben eine eigene Facebook-Seite erstellt. Auch die Möglichkeiten einzuzahlen werden angepasst.

In diesem Jahr gab es einige neue Aktionen, die auf Ihre Anregung initiiert wurden. Sollen die ins Programm mit aufgenommen werden?

Siedenbiedel: Auszubildende unseres Verlages haben eine Lotterie veranstaltet und dabei 2500 Euro eingenommen. Sie wollen so etwas im kommenden Jahr wieder machen. Außerdem hatten wir am Weihnachtsbaum in der Eingangshalle Wunschsterne von der Caritas aufgehängt. Es waren kleine Wünsche von Kindern bedürftiger Familien, die erfüllt werden konnten. Das war ein voller Erfolg. Im kommenden Jahr werden wir das hier im Medienhaus und im Druckhaus wiederholen. Ich würde mich freuen, wenn andere Unternehmen in der Region das auch machen würden.

Es gehen immer verschiedene Spendenbeträge ein. Wie sehen Sie die Gewichtung?

Siedenbiedel: Aus allen Spenden, ob klein oder größer, entsteht das große Ganze. Sie sind alle gleich zu bewerten. Die Gastwirte und Unternehmen, die die Dosen aufstellen, leisten auch einen großen Beitrag, der in der Regel um die 80 000 Euro liegt. Seit Ende Oktober haben wir bereits 287 000 Euro an Spenden eingenommen. 103 000 Euro davon wurden bisher an 390 Familien, Einzelpersonen und Organisationen verteilt. Das ist doch ein großartiger Erfolg.

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