Kampagne informiert über Missstände - Unterschriftenaktion gestartet

Aktion für bessere Tierhaltung

Überzeugter Tierschützer: Carsten Halmanseder (links) informiert Passant Marquardt Reiner auf dem Königsplatz über Missstände in der Massentierhaltung. Foto: Konrad

KAssel. Seit gestern sorgt das „Grunzmobil“, ein schweineförmiges Fahrzeug mit Videoinstallation, auf dem Königsplatz für Aufsehen. Mit der Kampagne will die „Albert-Schweitzer-Stiftung für unsere Mitwelt“ sich bundesweit gegen die industrialisierte Massentierhaltung und für die Stärkung der vegetarischen Idee einsetzen.

„Wir möchten die Missstände direkt auf der Straße visualisieren und vegetarische Alternativen aufzeigen“, erklärt Carsten Halmanseder, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit der Stiftung. Die Missstände beschreibt er so: Tiere, insbesondere Legehennen, würden im eigenen Dreck gehalten, Ferkel ohne Betäubung kastriert oder Tiere so überzüchtet, dass sie unter ihrem eigenen Gewicht zusammenbrächen.

„Das ist absolut pervers“, sagt Marquardt Reiner aus Kaufungen, als er einen Filmausschnitt sieht, der einen Blick hinter die Kulissen von Mastbetrieben gewährt. Anschließend trägt er sich an dem Mobil in eine der Unterschriftenlisten ein. 50 000 Unterschriften sollen zusammenkommen. Die will die Stiftung als Petition beim Deutschen Bundestag einreichen, um eine Verordnung zur Umsetzung einer artgerechten Tierhaltung zu erreichen. 3500 Menschen hatten bis gestern nach acht Einsatztagen unterschrieben. Insgesamt wird das „Grunzmobil“ in den kommenden zwölf Monaten in etwa 100 Deutschen Städten Station machen. Start war vergangene Woche in Berlin. Am heutigen Dienstag sind die Tierschützer von 11 bis 19 Uhr auf dem Königsplatz anzutreffen. (mkx)

Weitere Infos: www.selbst-wenn.de, www.albert-schweitzer-stiftung.de

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