Kasseler Auebad: 250-Kilo-Bombe aus Zweitem Weltkrieg ist entschärft

Kassel. Die 250-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg, die bei den Bauarbeiten am neuen Auebad in Kassel am Freitag gefunden wurde, ist entschärft. Der Auedamm war bis 20.30 Uhr gesperrt.

Bei der auf dem Gelände des Auebades am Auedamm in Kassel heute Nachmittag bei Baggerarbeiten aufgefundenen Bombe handelte es sich um eine Fliegerbombe amerikanischer Herkunft mit einem Gewicht von fünf Zentnern. Die Bombe hatte nach Auskunft der vor Ort zunächst eingesetzten Experten einer im Raum Nordhessen beauftragten Firma des Kampfmittelräumdienstes zwei sogenannte Standard-Aufschlagzünder, je einen an beiden Enden. Für die weiteren Maßnahmen wurde außerdem der für Hessen zuständige Kampfmittelräumdienst beim RP Darmstadt hinzugezogen.

Ab 18:45 Uhr war der stellvertretende Leiter des Kampfmittelräumdienstes Hessen, Dieter Schwätzler, vor Ort an der Fundstelle. Um 20:45 Uhr, genau 5 Stunden nach Entdeckung der Bombe, gab Dieter Schwätzler, stellvertretender Leiter des Kampfmittelräumdienstes beim Regierungspräsidium Darmstadt, Entwarnung. Die Bombe war entschärft. Alle polizeilichen Abspermaßnahmen rund um die Einsatzstelle wurden wieder aufgehoben.

Neben den Beamten mehrerer Polizeireviere war auch die Autobahnpolizeistation Baunatal und die Wasserschutzpolizei Kassel mit im Einsatz. Etwa zwei Dutzend Einsatzkräfte hatten lang dafür gesorgt, dass keiner mehr in das betroffene Gebiet hineinkam und alle, die sich auf dem weitläufigen Areal der Aue und der Buga aufhielten, es rechtzeitig verließen. Die Experten hatten für die Entschärfung den Sicherheitsradius, der zunächst auf 500 Meter festgelegt worden war, auf 700 Meter erweitert. Außerdem wurde während der Entschäfung für eine halbe Stunde der Luftraum über der Fundstelle bis zu einer Höhe von 1000 Metern gesperrt. Der Flughafen Kassel-Calden wickelte zu diesem Zeitpunkt keinen Flugverkehr mehr ab.

250-Kilo-Bombe am Kasseler Auebad entschärft

Als die Gefahr gebannt war, rollte der Bagger an, der die Bombe zur Verladung auf einen bereitgestellten Lkw bringen sollte. An Gurten befestigt, zog die Baggerschaufel das 250 Kilo schwere Kriegsgerät aus der Baugrube. Der Rest war Routine.

Die Fundstelle der 5-Zentner-Bombe befand sich direkt in der Baugrube für den Neubau des Kasseler Auebades. Die Baugrube war umgeben von Spundwänden. Der Auedamm und alle Wege und Brücken sowie die Bootshäuser in dem Gefahrenbereich wurden von Besuchern, Radfahrern, Spaziergängern und Joggern geräumt und abgesperrt. (mor/tat)

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