Katastrophenschutzübung findet am Samstag bei Firma Progas an der Gobietstraße statt

Alarm im Industriegebiet

Kassel. Gasunfall im Industriegebiet Waldau: Bei Umfüllarbeiten ist es an einem Eisenbahn-Druckgaskesselwagen zunächst zu einer unkontrollierten Gasausströmung und dadurch zu einem Brand an der Abfüllanlage gekommen. Es besteht Explosionsgefahr für den Druckkesselwagen und die Abfüllanlage.

Dieses Szenario ist für eine groß angelegte Katastrophenschutzübung entworfen worden, die am kommenden Samstagvormittag, 17. November, bei der Firma Progas im Industriegebiet Waldau stattfindet. 200 Frauen und Männer der Berufsfeuerwehr, der sieben freiwilligen Feuerwehren in der Stadt, des Rettungsdienstes, von Rotem Kreuz, ASB und THW werden an diesem Vormittag im Einsatz sein und für den Katastrophenfall auf dem Firmengelände an der Gobietstraße 14 üben.

Mit der von der Kasseler Feuerwehr organisierten Katastrophenschutzübung „Schutzpatron 2012“ würden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, sagt Norbert Schmitz, Chef der Kasseler Berufsfeuerwehr. Laut Gesetz sei die Stadt Kassel als Untere Katastrophenschutzbehörde dazu verpflichtet, regelmäßig Übungen zu machen. Ebenso die Firma Progas, die einer von drei Störfallbetrieben in Kassel ist (neben einem Tanklager an der Söhrestraße und einem Düngemittelbetrieb am Güterverkehrszentrum).

Für die Menschen, die am Samstagvormittag im Industriegebiet ihre Einkäufe erledigen wollen, werde die Übung kein Hindernis darstellen, sagt Schmitz. In Waldau wird allerdings die Sirene zu hören sein, vermutlich zwischen 8.15 und 8.30 Uhr.

Funktioniert die Sirene, wie sieht es mit der Wasserversorgung vor Ort für die Löschfahrzeuge aus, wie arbeiten die verschiedenen Einsatzkräfte zusammen, wie kann die Explosion verhindert werden? Das sind Fragen, die beantwortet werden sollen. Die Firma Progas sorgt auf dem Gelände für das Übungsfeuer, das die Einsatzkräfte löschen sollen.

Das Handelsuntenehmen vertreibt die Flüssiggase Propan und Butan an private und gewerbliche Kunden sowie an öffentliche Einrichtungen und hat drei Regionalzentren in Hamburg, München und Kassel. Am Kasseler Standort arbeiten 27 Mitarbeiter. Im Einzugsgebiet des Regionalzentrums verkauft Progas jährlich 40 000 Tonnen Flüssiggas. (use)

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