Zwei Ausstellungen im Ottoneum befassen sich mit Einwanderern und Klimawandel

Aliens: Vom Feld ins Museum

Einwanderer: Dr. Kai Füldner, der Leiter des Naturkundemuseums, inmitten der Präsentation einiger „Aliens“. Hier betrachtet er das Modell einer Regenbogenforelle. Foto: Herzog

Kassel. Waschbären im Habichtswald, Regenbogenforellen im Fischteich, Kartoffeln im Gemüsebeet oder Schmetterlingsflieder im Vorgarten: Viele Pflanzen und Tiere sind uns wohlvertraut und gehören für uns zur lokalen Natur. So mancher macht sich dabei nicht bewusst, dass sie aus fernen Ländern stammen und erst durch den Menschen in unsere, für sie neuen Lebensräume verpflanzt wurden.

Eine spannende Ausstellung im Naturkundemuseum im Ottoneum widmet sich diesen Einwanderern, die im englischen Sprachgebrauch Aliens und in der Wissenschaft als Neobiota bezeichnet werden. Die Besucher werden umfassend über die „Aliens im Vorgarten“ - so lautet der Titel der Schau - informiert. Sie entstand in Zusammenarbeit mit der Uni Bielefeld am Museum am Schölerberg in Osnabrück.

Interaktiv und an mehreren museumspädagogisch spannend aufbereiteten Stationen können sich die Besucher mit der Frage beschäftigen: Handelt es sich um gefährliche Gäste? Verdrängen sie heimische Arten und zerstören sie natürliche Ökosysteme? Im Ottoneum wird die Schau um eine weitere Ausstellung, „Heißer Kopf und nasse Füße - Nordhessen im Klimawandel“, des Projekts Klimzug Nordhessen ergänzt. „Es sind zwei Ausstellungen, die sich gut aufeinander beziehen“, sagt der Leiter des Naturkundemuseums, Dr. Kai Füldner. Sie wurden gestern von Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke und Oberbürgermeister Bertram Hilgen eröffnet. (chr)

Bis 23. Oktober, Steinweg 12: Di und Do bis Sa 10 bis 17 Uhr, Mi 10 bis 20 Uhr und So 10 bis 18 Uhr. Infos: www.naturkundemuseum-kassel.de

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