Gutes Abschneiden im Städteranking: "Region Kassel hat industrielle Highlights"

Kassel. Selbst für die Fachleute der Wirtschaftswoche ist Kassel ein Überraschungssieger im Städteranking. Die Gründe für den Erfolg lesen Sie hier.

Henning Krumrey, stellvertretender Chefredakteur der Zeitung sagt: „Die Region Kassel hat mit VW und Daimler beachtliche industrielle Highlights zu bieten. Diese Unternehmen stehen für die exportstarke deutsche Industrie, die sich in Krisenzeiten sehr robust gezeigt hat.“

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Das ist die Außensicht. Es gibt aber noch eine ganze Reihe anderer größerer Unternehmen und Einrichtungen, die zu der hervorragenden Entwicklung beigetragen haben. Der Solartechnikhersteller SMA gehört ebenso dazu wie Wintershall, K+S, Bombardier, Logistikunternehmen, Zulieferer von VW und die Universität.

Stuttgart überholt

Den großen Sprung, den Kassel gemacht hat, erklärt Kämmerer Dr. Jürgen Barthel so: „Wir sind aus einer schwierigen Situation gestartet, haben aber mehr daraus gemacht als viele andere.“ Ein Beleg dafür sei auch die Entwicklung bei den Gewerbesteuereinnahmen. Mit zuletzt 160 Millionen Euro im Jahr 2010 nehme man ebenfalls einen Spitzenplatz unter den deutschen Städten ein. Pro Kopf gerechnet habe man sogar Stuttgart überholt.

Jung und dynamisch: Die Kasseler Universität schiebt viele neue Entwicklungen an. Zahlreiche Ausgründungen - unter anderem SMA - belegen das.

„Kassel profitiert von den richtigen Weichenstellungen in der Vergangenheit“, lobt Ulrich Spengler, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Kassel, den ersten Platz in der Kategorie Dynamik des Städterankings. Als Beispiele nennt er den IC-Bahnhof Wilhelmshöhe und die Universität. Die starke Rolle der Industrie mit einer Quote von über 20 Prozent trage zu dem guten Ergebnis bei. Spengler lobt zudem die Verwaltung, die für ein wirtschaftsfreundliches Klima sorge.

Die vollständigen Studien-Ergebnisse über Kassel hier als PDF.

„In Kassel schlägt das Herz der Industrie“, sagt Klemens Diezemann, der Geschäftsführer des Verbandes der Metall- und Elektrounternehmen in Nordhessen. Die exportstarke und innovationsfreudige Industrie sei ein Jobmotor und trage zum guten Ergebnis bei. Die mit Platz 1 ausgezeichnete Dynamik Kassels dürfe nicht ausgebremst werden. Diezemann setzt sich entschieden für das Lange Feld als Gewerbegebiet ein.

Von Thomas Siemon

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