Alles neu im Schweizer Hof: Umbau für 6,5 Millionen Euro

Neuer Blickfang an der Wilhelmshöher Allee: Gerhard und Monika Jochinger vor dem runderneuerten Hotel Schweizer Hof. Foto:  Koch

Kassel. Nach umfassender Modernisierung des Traditionshotels „Schweizer Hof“ hat der Abschnitt der Wilhelmshöher Allee zwischen Roland- und Kunoldstraße ein neues Gesicht bekommen.

In dieser Woche werden letzte Arbeiten an der Außenanlage erledigt, sagte Projektentwickler Gerhard Jochinger, der das Haus im Sommer 2009 erworben hatte.

Während der einjährigen Umbauphase war das Hotel fortwährend in Betrieb. Von außen wirkt es wie ein kompletter Neubau, nachdem das Büro Ohlmeier Architekten unter anderem die vormals kleinen Fenster auf Bodentiefe vergrößert und eine überdachte Autovorfahrt angebaut hat.

Auch ein neues Nutzungsprofil hat der Schweizer Hof bekommen: Das Haus nahe dem ICE-Bahnhof Wilhelmshöhe positioniert sich jetzt als Tagungshotel, das sich mit einem deutlich vergrößerten Konferenzbereich sowie mit Appartements, die sich auchfür längere Aufenthalte eignen, vor allem an ein geschäftliches Publikum richtet. Der hauseigene Wellnessbereich steht auch externen Besuchern offen.

6,5 Millionen Euro haben Jochinger und seine Frau Monika nach eigenen Angaben investiert, um das zuletzt „dahinsiechende Objekt“ nach neuestem Stand von Raumdesign, Haus- und Konferenztechnik zu modernisieren. Das scheint beim angepeilten Gästekreis anzukommen: „Trotz Baustelle hatten wir einen grandiosen Mai“ – die Hochsaison im Tagungsgeschäft – „und für September sind wir auch schon ausgebucht“, sagt der Projektentwickler und Immobilienmanager. Jochingers hatten bereits 2008 das Schlosshotel gekauft. Mit dem Schweizer Hof sei dann endgültig die Hotellerie „als weiteres Geschäftsfeld hinzu gekommen, an dem wir Freude gefunden haben“.

Dabei sei er zu der Immobilie gekommen „wie die Jungfrau zum Kind“, erzählt Jochinger. Auf dem Nachbargrundstück zur Kunoldstraße hin habe seine Bauconsultingfirma gerade ein Bürohaus für eine Wirtschaftsprüferkanzlei geplant, als sich die Gelegenheit ergeben habe, den Schweizer Hof aus einer Zwangsversteigerung heraus zu erwerben. „Da gab es einen großen Investitionsstau, aber es ist ein Haus mit Entwicklungspotienzial und hohem Traditionswert“, sagt Gerhard Jochinger.

Bei der rückwärtigen Erschließung der Gebäudezeile habe man aus einem Guss planen können: Eine betagte Kegelbahn und eine brach liegende Bar im Souterrain des Hotels nutzten die Planer als Raumreserve, um auf 600 Quadratmetern ein Tagungszentrum mit sieben Konferenzräumen zu schaffen.

Bei der Versorgung der Gäste macht es sich laut Jochinger bezahlt, dass zuvor bereits eine Betriebsgesellschaft für das Schlosshotel gegründet wurde. So würden aus dessen Küche die Tagungsgäste im Schweizer Hof mitverpflegt. Das Haus hat kein eigenes Restaurant, in die renovierte Gebäudezeile ist eine Filiale der regionalen Imbisskette Baguettski eingezogen. Als während der Umbauphase zeitweise Quartiere fehlten, so Jochinger, habe man die Gäste ganz einfach ins Schlosshotel umbuchen können.

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