Neues Kletterzentrum auf der Marbachshöhe sorgt für 200 neue Mitglieder - Sportart im Aufwind

Im Alpenverein geht es bergauf

Ab dem Frühjahr wieder geöffnet: Der Kletterwald auf dem Hohen Gras hatte einen tollen Start. Archivfoto:  Fischer/nh

Kassel. Bis vor zehn Jahren war Kassel noch ein weißer Fleck auf der Landkarte der Klettersportler. Das hat sich grundlegend geändert. Zur Kletterhalle Vertical World in Bettenhausen,

in der Götz Wiechmann Pionierarbeit für die ganze Region geleistet hat, sind innerhalb weniger Monate mit dem Kletterwald auf dem Hohen Gras und dem vom Kasseler Alpenverein betriebenen Kletterzentrum Nordhessen auf der Marbachshöhe zwei weitere attraktive Standorte hinzugekommen.

„Alle unsere Erwartungen sind deutlich übertroffen worden“, sagt Christina Leitschuh, die Sprecherin des Alpenvereins. Allein im Januar sei die Zahl der Mitglieder um 200 gestiegen. Zum Alpenverein, der die ganze Region Nordhessen abdeckt, gehören mittlerweile 3400 Mitglieder.

Mehr Kurse für Kinder

Insbesondere für Kinder und Jugendliche sei Klettern eine Trendsportart. Die Zahl der Kindertrainingskurse habe man seit der Eröffnung des Kletterzentrums im September immer wieder aufstocken müssen. Die Nachfrage sei erstaunlich. Zur Bilanz nach 100 Tagen auf der Marbachshöhe gehören 105 Kurse mit 723 Teilnehmern, die Abnahme von 125 Kletterscheinen sowie die Ausbildung von 24 Trainern und Kletterbetreuern. Ein weiterer Höhepunkt soll der Klettermarathon am kommenden Wochenende werden (siehe Artikel unten).

Während die Betreiber der Kletterhallen unabhängig vom Wetter sind, herrscht derzeit bei Frost und Schnee Ruhe im Kletterwald auf dem Hohen Gras. Hier kann man seit Mai unterhalb der Baumwipfel auf verschiedenen Parcours zwischen den großen Buchen herumkraxeln. „Die Leute haben uns die Bude eingerannt“, sagt Moritz Willemsen vom Betreiber, der Paderborner Kletterpark GmbH.

In keinem der vier anderen Parks sei die Resonanz so gut gewesen. Selbst im Winter gebe es noch Anfragen von Gruppen. Am kommenden Wochenende werden beim Nachtklettern 50 Geschäftsleute mit Stirnlampen unterwegs sein.

Gut gesichert, versteht sich. Denn auf den Seilen und Hängebrücken kann es schon mal glatt werden.

Von Thomas Siemon

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