Frühjahrsausstellung in den Messehallen

Ein Jahr Corona in Kassel: Als 50.000 Besucher noch ein Rückschlag waren

Hinweis auf die Maskenpflicht in der Kasseler Königsstraße.
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Auch in Kassel herrscht die Corona-Pandemie schon seit einem Jahr. Die Maskenpflicht in der Innenstadt ist dabei längst zur Gewohnheit geworden. (Symbolfoto)

Ein Jahr ist es erst her - dabei scheint es wie eine halbe Ewigkeit. In den nächsten Tagen wollen wir daran erinnern, wie das Coronavirus in Kassel ankam.

Kassel – Wie sich aus ungläubigem Kopfschütteln immer mehr die Gewissheit entwickelte, dass hier eine Gefahr droht, die nicht so schnell gebannt sein wird. Deshalb haben wir im Archiv der HNA nachgesehen, was und wie wir vor einem Jahr berichtet haben. In den nächsten Tagen werden wir das immer wieder auffrischen.

Den Auftakt macht die Frühjahrsausstellung in den Kasseler Messehallen, die am Wochenende vor genau einem Jahr noch ziemlich normal begann und dann zur ersten Kasseler Großveranstaltung mit einem größeren Corona-Einfluss wurde. So eine Frühjahrsausstellung habe er noch nicht erlebt, sagte damals Messechef Ralf Umbach. Aus heutiger Sicht, also nur zwölf Monate später, wirkt seine Bilanz absolut erstaunlich. Man habe nur die Hälfte der kalkulierten 100 000 Besucher gehabt. Was ja bedeutete, dass trotzdem 50 000 Menschen kamen.

Corona-Pandemie in Kassel: Auswirkungen immens

Wie gesagt, das ist gefühlt eine halbe Ewigkeit her. Damals klang das noch nach einem beispiellosen Rückgang der Besucherzahlen. Selbst unmittelbar nach den Anschlägen vom 11. September 2001 seien die Auswirkungen bei Weitem nicht so stark gewesen. Und auch nicht beim großen Fuldahochwasser 1995, als die Ausstellung komplett auf der Kippe stand, sagte Umbach.

Berichterstattung vor einem Jahr: Die Frühjahrsausstellung hatte schon mit ersten Auswirkungen von Corona zu kämpfen, fand aber noch statt. Repro: HNA Grafik

Corona in Kassel: FFP2-Masken kannten damals nur Fachleute

Nur mal zur Erinnerung. Bei der Frühjahrsausstellung vor einem Jahr hatten die Veranstalter schnell eine ganze Reihe von Flüssigkeitsspendern für die Handreinigung aufgestellt. Einen Mund-Nasenschutz, geschweige denn FFP2-Masken (den Begriff kannten nur Fachleute), trug niemand. Auch nicht nebenan in der Rothenbachhalle, wo die Bundesliga-Handballer der MT Melsungen ihre Heimspiele austrugen. 4300 Menschen waren vor einem Jahr in der ausverkauften Halle beim Hessenderby gegen Wetzlar.

Das könne er angesichts der Zurückhaltung beim Besuch der Frühjahrsausstellung nur schwer verstehen, sagte Ralf Umbach damals. Aus heutiger Sicht würde man das noch ganz anders bewerten. Die Hoffnung, dass schon bald wieder größere Veranstaltungen in den Messehallen stattfinden könnten, hat sich jedenfalls nicht bestätigt. (Thomas Siemon)

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