„Als hätte uns der WDR geadelt“

Kasseler Agentur Machbar entwirft 3D-Maus und landet mit ihr in den „Tagesthemen“

Hoher Besuch bei der Agentur Machbar: Creative Director Daniel Barthelme (von links) und Geschäftsführer Andreas Feischen waren hauptsächlich für die Entwicklung der 3D-Maus verantwortlich. Geschäftsführer Clemens Camphausen zeigt, wie die Kultfigur übers Tablet ins
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Hoher Besuch bei der Agentur Machbar: Creative Director Daniel Barthelme (von links) und Geschäftsführer Andreas Feischen waren hauptsächlich für die Entwicklung der 3D-Maus verantwortlich. Geschäftsführer Clemens Camphausen zeigt, wie die Kultfigur übers Tablet ins

Überall kann man sie nun platzieren und Fotos mit ihr machen: die 3D-Maus. Designt, programmiert und online gestellt hat die Neuauflage der Kultfigur die Kasseler Werbeagentur Machbar.

Kassel – „Das war eine große Sache für alle“, sagt Geschäftsführer Clemens Camphausen. „Es fühlt sich an, als hätte der WDR uns geadelt“, erzählt er sichtlich stolz. Schließlich sei die Maus aktueller denn je zuvor. Jederzeit sei sie auf den Tablets und Smartphones von zahlreichen Kindern abrufbar und nicht mehr nur am Sonntagvormittag in der ARD zu sehen.

Anlässlich des 50. Geburtstags der Sendung hatte der WDR das Projekt ausgeschrieben, den orangen Nager in 3D zu gestalten. Mit dem Ziel vor Augen, dass sich Maus-Fans die Welt-Erklärerin als Augmented Reality für Fotos nachhause holen können. Die Agentur Machbar bewarb sich und gewann schlussendlich das Rennen um den Auftrag. Die Kasseler Agentur Machbar betreut zudem die App und die Website der „Sendung mit der Maus“.

Fotos mit der 3D-Maus: Kasseler Werbeagentur macht‘s möglich

In den sozialen Medien gibt es derweil schon eine große Zahl an Fotos mit der AR-Maus, die von den Fotografen – jung und alt gleichermaßen – an verschiedenste Orte gestellt wurde: auf den Kaffeetisch, in eine Bibliothek, neben den Sandkasten im Garten und sogar am Strand in Kalifornien wurde die Maus abgelichtet. Das AR-Angebot der Kasseler Agentur kommt bei den Fans gut an.

Ihren ersten Auftritt hatte die Kultfigur in neuer 3D-Optik am Freitagabend in den „Tagesthemen“. Dort begrüßte sie überlebensgroß mit dem bekannten Augenklimpern und Schniefen das ARD-Publikum neben Sprecherin Pinar Atalay.

Kasseler 3D-Maus kein Ersatz für‘s Original

„Die 3D-Version soll das Original in 2D nicht ersetzen“, stellt Andreas Feischen, Geschäftsführer von Machbar, klar. Sie sei ein Zusatz für App, Homepage und andere Projekte. So wurde zum Beispiel am Freitag eine große Maus-Figur vor dem WDR-Gebäude in Köln enthüllt, die auf dem 3D-Design der Kasseler Agentur basiert.

„Anfang 2020 ging der lange und intensive Prozess los“, erinnert er sich. Bei Machbar arbeiteten vier bis fünf Kollegen an der 3D-Maus, hauptverantwortlich waren Feischen und Creative Director Daniel Barthelme. Beim WDR arbeiteten zusätzlich drei weitere Personen mit am Projekt. Wie viele Arbeitsstunden in das Projekt geflossen seien, ließe sich nicht zählen. „Es waren auf jeden Fall sehr viele“, scherzt Barthelme.

Die neue Maus mit ihren Machern: Daniel Barthelme (mitte) und Andreas Feischen von der Agentur Machbar.

Die neue, dreidimensionale Form der Maus habe man mit viel Ehrfurcht in Angriff genommen. „Man muss die Maus in 3D weiterhin so fühlen können wie das Original“, so Feischen. Der einfache Stil mit wenigen Details, die richtigen Proportionen und die typischen Bewegungen mussten dafür ins Dreidimensionale übertragen werden, erklärt Barthelme weiter. „Die Maus ist so nahbar, weil sie für das innere Kind steht“, erklärt er. Das durfte keinesfalls verloren gehen.

Kasseler 3D-Maus: Entstehung bald in „Sachgeschichten“ zu sehen

Und noch eine große Ehre wird der Kasseler Werbeagentur zuteil: „Es wird eine „Sachgeschichte“ in der Sendung mit der Maus darüber geben, wie bei Machbar die 3D- und AR-Version der Kultfigur entstanden ist“, sagt Geschäftsführer Feischen. Die Agentur Machbar gibt es seit 1997. Bereits seit 19 Jahren betreut sie App und Homepage der Sendung mit der Maus.

Kürzlich wurde auf beiden Portalen die Neuerung eingeführt, in ein virtuelles Raumschiff zu steigen und Zeitreisen zu unternehmen: Bis ins Jahr 1971 kann man springen und sich alle alten „Sachgeschichten“ anschauen. Passend zum 50. Geburtstag hat zudem die Homepage ein frisches Design und neue Funktionen erhalten. Die App ist auf allen mobilen Smartphones und Tablets von Apple und Android kostenlos nutzbar.

Erweiterte Realität - So gibt‘s ein Mausfoto

Augmented Reality (AR) ist das Zusammenspiel von analogem und digitalem Leben. AR kann alle Sinne ansprechen, meist ist eine visuelle Darstellung gemeint: eine Ergänzung von Foto oder Video mit computerbasierten Informationen. Am bekanntesten ist visuelle AR als Einblendung von Zusatzinformationen bei Fußballspielen oder als Durchsage in Bus und Bahn.

So gibt’s ein Foto mit der Maus:

Auf einem AR-fähigem Tablet oder Smartphone die Website diemausin3d.de öffnen, dort auf den orangefarbenen Button „Für dich in 3D“ klicken, Maus platzieren, Größe des Nagers nach Belieben anpassen, Foto machen und speichern.

(Theresa Lippe)

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