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Trauer um Elizabeth II.: „Als sei die Oma gestorben“

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Von: Christina Hein

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Neville Williamson, Brite aus Kassel
Neville Williamson, Brite aus Kassel © Privat

Auch in Kassel trauern die Menschen um Queen Elizabeth. Viele Briten auf persönliche Weise.

Kassel – Der Tod von Queen Elizabeth – er hat bei vielen Menschen weltweit für Trauer und Bestürzung gesorgt. Auch in Kassel. Vor allem die Briten nehmen das Ableben ihrer Königin persönlich und trauern um sie wie um ein Familienmitglied.

Ihm sei tatsächlich mehrfach kondoliert worden, sagt Neville Williamson, 74-jähriger Journalist aus Kassel mit britischer und deutscher Staatsangehörigkeit. Der Tod seiner Queen sei bedeutend, wenngleich erwartbar gewesen: „Es tröstet, dass es für sie so friedlich und am Ende schnell gegangen ist, an ihrem Lieblingsort, in Gegenwart ihrer Lieben.“ Elizabeth II., „eine der authentischsten Persönlichkeiten auf der Erde“ habe ihn fast sein ganzes Leben lang begleitet. Sie stand für Werte, als Oberhaupt der anglikanischen Kirche auch für christliche Werte. Von seiner Mutter und ihrer Generation sei sie absolut verehrt worden. „Jetzt bin ich gespannt, wie es weitergeht. Ich wünsche Charles, dem ich seinerzeit in Kassel für einen Wortwechsel begegnet bin, alles Gute.“

Sie sei selbst überrascht, dass ihr der Tod der Queen so nahegeht, sagt Alison Franklin (57), Dozentin für „Legal English“ an der Uni Kassel. „Es ist, als sei meine dritte Oma gestorben.“ Ich habe die Frau bewundert, wie diszipliniert sie ihr hohes Amt bekleidet hat.“ Als Europäerin habe sich Franklin nach dem Brexit von ihrem Land entfernt und die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen. Trotzdem denke sie gern an die Märchenwelt ihrer Kindheit in England zurück, in der eine echte Königin im Alltag gegenwärtig war.

Auch Menschen in der Kasseler Innenstadt zeigten sich traurig – so wie Annika Fehling (19), Freiwilligendienstleistende aus Espenau: „Mich hat es echt schockiert, vor allem weil es so plötzlich für mich kam. Mit ihr geht eine Ära zu Ende.“ Ähnlich äußerte sich Ingrid Göbel (56), Lehrerin aus Kassel: „Es hat mich so betroffen gemacht, dass ich weinen musste. Sie war für mich wie eine vertraute Person.“ Peter Wolf (66), Rentner aus Kassel, blickt lieber nach vorn: „Ich hoffe, dass Charles jetzt die Politik seiner Mutter weiterverfolgt.“

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