Von Lohfelden nach Gelsenkirchen

Video: Schwertransport rollte durch Kreis und Stadt Kassel

Kassel. Die Firma Alstom hat am Montagabend einen 262 Tonnen schweren Röhrenkondensator erfolgreich von Lohfelden durch Kassel nach Gelsenkirchen transportiert. Mit einer Länge von 55 Metern und einer Breite von 5,20 Meter wurde der Transporter durch die engen Straßen manövriert.

Auf dem Transporter, der vorne von einem Lastwagen gezogen und hinten von einem weiteren angeschoben wurde, beförderte das Unternehmen ein Teil für eine Kohleverflüssigungsanlage. Es ist nur ein Teilstück des dreiteiligen Apparats, das alleine schon 120 Tonnen wiegt. Insgesamt wurden zehn Anlagen von einer indischen Firma bestellt, die in Lohfelden zusammengebaut und für den Weitertransport nach Nordrhein-Westfalen vorgesehen sind.

Zwei Tage sind für die Strecke vorgesehen, die das Transportteam von Montagabend schon mehrmals gefahren ist. Die Strecke quer durch Lohfelden, Kaufungen und einen Teil der Kasseler Innenstadt bis nach Warburg und Diemelstadt wurde gewählt, da die Infrastruktur nur auf dieser Route einen Transport dieser Größenordnung problemlos zulässt. Dabei spielen die Tragfähigkeit von Brücken, die Breite von Straßen und der Steigungswinkel bei Autobahnauffahrten eine wichtige Rolle. Die Fahrt am Montag war bereits der Transport Nummer 22.

Alle Mitarbeiter sind mittlerweile ein eingespieltes Team für den Schwertransport auf dieser Strecke. Insgesamt sechs Männer sind dabei für einen problemlosen Ablauf verantwortlich. Einer der beiden Fahrer sitzt in dem ziehenden Lastwagen und hält Funkkontakt mit seinem Kollegen im Lkw, der als Schubfahrzeug hinterherfährt. Zusammen steuern sie den langen Transporter durch die engen Kurven.

Fotos: Schwertransport rollte durch Kassel

Alstom-Schwertransport rollte durch Kassel

Wenn einmal Verkehrsschilder im Weg sind, werden diese von den beiden sogenannten Schraubern im Team zuerst abmontiert und nach der Durchfahrt des Konvois wieder aufgestellt. Vor dem Lastwagen vorweg fährt das sogenannte Blechfahrzeug. Ein Lkw, der zahlreiche Platten geladen hat, die in Kurven ausgelegt werden, damit der Transporter keine Schäden an Bordsteinen anrichtet. Außerdem gibt es noch den Transportführer, der kontrolliert, dass nichts schief geht. Wenn der Transport nach Gelsenkirchen beendet ist, wartet bereits das nächste Stück der Kohleverflüssigungsanlage auf die Mitarbeiter. Insgesamt acht Teile müssen noch befördert werden.

Von Benjamin Kling

Ein Video folgt am Dienstagmorgen.

Rubriklistenbild: © Schachtschneider

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.