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Alte Arbeitsagentur am Grünen Weg wird saniert

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Von: Bastian Ludwig

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So soll der Anbau aussehen: Eine Illustration der künftigen Fassadengestaltung. Illustration: Strassberger
So soll der Anbau aussehen: Eine Illustration der künftigen Fassadengestaltung. Illustration: Strassberger © Straßberger

Mit dem Umzug der Agentur für Arbeit und des Jobcenters Kassel vom Grünen Weg in die beiden Neubauten auf dem Areal des ehemaligen Unterstadtbahnhofes, standen die alten Immobilien leer. Der Bielefelder Investor Straßberger Immobilien hat die alte Arbeitsagentur gekauft und will das Hochhaus und die beiden Nebengebäude in den nächsten Jahren technisch und energetisch auf den neuesten Stand bringen.

Kassel - Im Anbau rechts des Hochhauses laufen die Sanierungsarbeiten bereits. Der ab 1979 errichtete Anbau wird aktuell kernsaniert. Derzeit werden Fenster eingesetzt.

Bei einem reibungslosen Bauverlauf sollen im Sommer oder Herbst 2022 die neuen Mieter einziehen. Nach Auskunft des Bielefelders Unternehmens sind die Flächen in dem Anbau bereits an die öffentliche Hand vermietet. Um welche Behörde es sich handelt, wurde nicht mitgeteilt. Straßberger hat sich bei seinen Bauprojekten auf Mieter der öffentlichen Verwaltung spezialisiert. „Gleichwohl freuen wir uns über Unternehmen der freien Wirtschaft“, sagt Geschäftsführerin Cathrin Schwalbe.

Anbau wird bereits saniert: Der Gebäudeteil soll spätestens im Herbst 2022 wieder bezogen werden. Mieter soll die öffentliche Hand sein.
Anbau wird bereits saniert: Der Gebäudeteil soll spätestens im Herbst 2022 wieder bezogen werden. Mieter soll die öffentliche Hand sein. © Bastian Ludwig

Der zweite Anbau, links vom Hochhaus, ist deutlich jünger. Er wurde Anfang der 90er-Jahre gebaut und muss nicht umfassend saniert werden. Nach einer Renovierung der Büroräume könnte er innerhalb von sechs Monaten wieder vermietet werden.

Einen deutlich größeren Aufwand und Vorlauf benötigt die Kernsanierung des von 1972 bis 1975 erbauten Hochhauses. Das künftige Fassadendesign des Gebäudes stehe zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest, erläutert Geschäftsführerin Schwalbe. Mit 47 Metern ist das Gebäude, das seinerzeit für 15,5 Millionen DM erbaut wurde, eines der höchsten im Stadtgebiet. Damals war es sogar das höchste Verwaltungsgebäude Kassels. Für das Hochhaus und den jüngeren Anbau sei man bereits in Gesprächen mit regionalen und überregionalen Interessenten, sagt Schwalbe. Es gebe bislang noch freie Flächen im fünfstelligen Quadratmeterbereich. Allein das Hochhaus bietet Platz auf 13 Stockwerken.

Das Gesamtprojekt soll innerhalb von drei Jahren abgeschlossen sein. Ende 2023 bis Mitte 2024 sollen alle Büroflächen der ehemaligen Arbeitsagentur wieder vermietet sein. Die Investitionen beziffert Straßberger Immobilien mit einem mittleren zweistelligen Millionenbetrag. (Bastian Ludwig)

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