In die alte Gaststätte am Oktogon ziehen bald die neuen „Herkules-Terrassen“ ein

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Weitblick: Mato Mijatovic (links), der mit den Trockenausbau-Arbeiten beschäftigt ist, und Restaurant-Pächter Thomas Nähler (rechts) im Gastraum der neuen Herkules-Terrassen.

Kassel. Nach einem Jahr Leerstand laufen die Bauarbeiten im und am Herkules-Restaurant auf Hochtouren. Am 1. März eröffnet hier der neue Pächter, der in Kassel bekannte Gastronom Thomas Nähler, seine „Herkules-Terrassen“.

Kurze Zeit darauf wird auch das neue Besucherzentrum am Herkules seine Türen öffnen und die Gäste dürfen nicht nur Park und Monumente genießen, sondern können außerdem wieder einkehren. Seit 150 Jahren besteht an diesem Ort Gastronomie.

„Café, Restaurant, Events“ sind von Nähler auf 350 Quadratmetern Gastfläche geplant. Die Innenräume des Restaurants, das Landeseigentum ist, bieten 200 Gästen Platz. Noch einmal so viele können es sich auf den Terrassen gemütlich machen.

In die alte Gaststätte am Oktogon ziehen bald die neuen „Herkules-Terrassen“ ein

Passend zur Park- und Waldlandschaft, in die sich das 1979 gebaute Gebäude schmiegt, werden die Innenräume mit Naturmaterialien wie Stein und Holz ausgeschmückt. Damit die schöne Örtlichkeit auch ins Licht gerückt wird, lege er viel Sorgfalt auf die Beleuchtung, sagt Nähler. Im Thekenbereich wird es eine Lounge geben.

Brücken zur Umgebung

Brücken schlagen zur welterbeträchtigen Umgebung, so nennt Christoph Klein von der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK) die Innengestaltung des neuen Restaurants. Insgesamt haben MHK und Nähler „einen sechsstelligen Betrag“ in die Sanierung investiert. Es habe einen größeren Reparaturstau gegeben. „Das Gebäude war von seinem Architekten perfekt durchdacht“, sagt Nähler. Vor allem aber - und das ist mit keinem Geld zu bezahlen - bietet es durch die großen Panorama-Scheiben sowie von den Terrassen aus atemberaubend schöne Ausblicke. Klein: „Bei schönem Wetter kann man von hier aus 50 Kilometer weit über die Stadt blicken.“

Im vergangenen Jahr seien die zwei historischen, zuletzt zugewucherten Terrassen wieder hergerichtet worden. Nähler wird auf ihnen nicht nur Kaffee und Kuchen, sondern auch viele Leckereien mehr, vor allem regionale Spezialitäten, servieren. In seiner Küche wird Dennis Kolle, der zuletzt im Schlosshotel gekocht hat, der Chef sein. Die Restaurantleitung übernimmt Conny Icke aus dem Gasthaus Wicke in Rengershausen. Sie bieten zusammen mit vier weiteren Angestellten dienstags bis sonntags täglich ab 11 Uhr durchgehend warme Küche.

Er sei glücklich, dass die MHK mit Nähler einen „erfahrenen Profi“ als Pächter gefunden habe, sagt Klein und blickt zufrieden auf das Tempo, in dem das Restaurant saniert wird. Für die Präsentation der MHK-Sehenswürdigkeiten spiele ein gute Gastronomie eine wichtige Rolle. Vor einem Jahr war der Vertrag mit den Vorpächtern ausgelaufen. Die Ausschreibung hatte zunächst einen Pächter ermittelt, dessen Konzept für den sensiblen Ort Bergpark vom zuständigen Kunstministerium nicht akzeptiert wurde. So fiel die Wahl auf den zweitplatzierten Nähler.

Von Christina Hein

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