Postbank zieht aus – Commerzbank schließt Filiale an Friedrich-Ebert-Straße

Alte Hauptpost an der Friedrich-Ebert-Straße in Kassel steht bald leer

Die Postbank zieht sich aus der alten Hauptpost an der Friedrich-Ebert-Straße zurück
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Wird bald schließen: Die Postbank zieht sich aus der alten Hauptpost an der Friedrich-Ebert-Straße zurück. Für die Geschäftsräume in dem denkmalgeschützten Gebäude wird derzeit ein Nachmieter gesucht.

In der alten Hauptpost wird es bald keine Post mehr geben. Wie die Postbank mitteilt, zieht sie sich Anfang Dezember mit ihrer Filiale aus dem denkmalgeschützten Gebäude in Kassel zurück.

Kassel - Auch die Dienstleistungen der Post werden dann an der Friedrich-Ebert-Straße 24 nicht mehr angeboten. Grund für die Schließung ist einem Unternehmenssprecher zufolge das veränderte Kundenverhalten. Sie würden verstärkt Online-Angebote nutzen. „Wir können daher nicht mehr alle Filialen kostendeckend anbieten.“ Entlassungen gebe es keine. „Die Mitarbeiter werden in umliegenden Zweigstellen eingesetzt.“

Die Filiale öffnet laut Postbank letztmalig am Mittwoch, 2. Dezember, von 9.15 Uhr bis 12 Uhr. Einen Tag zuvor, am Dienstag, 1. Dezember, öffnet eine neue Filiale der Deutschen Post an der Friedrich-Ebert-Straße 10. Dort wird ein Service im Bereich Post- und Paketdienstleistungen angeboten.

Ihre Kunden informiert die Postbank nach eigenen Angaben per Aushang, Handzettel und persönlichem Anschreiben. Die nächste Möglichkeit zur kostenfreien Bargeldversorgung gibt es demnach in der Filiale der Postbank an der Unteren Königsstraße 50 – dort finden auch Beratungsgespräche statt –, am Friedrichsplatz 4 (Deutsche Bank) und an der Leipziger Straße 16-20 (Shell).

Darüber hinaus seien kostenfreie Bargeldauszahlungen unter anderem in den Filialen von Tegut an der Friedrich-Ebert-Straße 29, bei Penny an der Friedrich-Ebert-Straße 50 und bei Rewe an der Friedrich-Ebert-Straße 104 möglich, so die Postbank.

Die künftige Nutzung der Geschäftsräume in dem historischen Gebäude ist derweil noch offen. Die Jenaer CMG Immobilienmanagement GmbH sucht auf ihrer Internetseite derzeit einen neuen Mieter.

Diese Aufnahme der alten Hauptpost entstand vor dem Zweiten Weltkrieg.

Und noch eine Bank verlässt die Friedrich-Ebert-Straße. Wie die Commerzbank bestätigte, wird sie ihre dortige Filiale mit der Hausnummer 77, die seit Mitte März infolge der Corona-Pandemie geschlossen ist, nicht wieder öffnen. Das Bankinstitut ist selbst Eigentümerin der Räumlichkeiten. Über die künftige Nutzung sei noch nicht entschieden, teilte eine Sprecherin mit.

Die Schließung begründet die Commerzbank ebenso wie die Postbank mit der zunehmenden Nutzung digitaler Angebote. „Wir bündeln daher die persönliche Beratung in der Filiale am Königsplatz 32 bis 34 in Kassel“, sagt Marktbereichsleiter Christoph Arend.

Die beiden Filialen seien nur anderthalb Kilometer voneinander entfernt. Die Geschäfte seien bereits in die Filiale am Königsplatz überführt worden. Auch die beiden Berater der geschlossenen Filiale arbeiteten dort. Sie bleiben demnach weiterhin Ansprechpartner der Kunden und sind per E-Mail an filiale.kassel@commerzbank.com, unter der Rufnummer 05  61 / 7  89  90 oder persönlich in der Filiale erreichbar.

Die Kundeninformation sei angelaufen, teilt das Geldinstitut mit. Die Bargeldversorgung sei weiter gewährleistet, auch wenn die Selbstbedienungszone in der Filiale an der Friedrich-Ebert-Straße ab Mitte Dezember nicht mehr zur Verfügung stehe.

Die Kunden könnten kostenlos die Automaten der Cash-Group nutzen, zu der die Postbank, die Deutsche Bank und die Hypovereinsbank zählen. Darüber hinaus seien Barauszahlungen bis zu 200 Euro zum Beispiel bei Aldi, Rewe, DM, Edeka, Netto und Penny während eines Einkaufs möglich.

Von Nicole Schippers

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