Ortsbeirat fordert Sanierung des Fachwerkgebäudes an Leipziger Straße

Einbrecher verursachten Wasserschaden: Bettenhausens Kommunalpolitiker fordern die Sanierung des denkmalgeschützten Fachwerkhauses an der Leipziger Straße 158. Foto: Kothe

Bettenhausen. Das durch einen Rohrbruch schwer beschädigte, denkmalgeschützte Fachwerkhaus an der Leipziger Straße 158 muss saniert werden. Das fordert der Ortsbeirat Bettenhausen. Die Kommunalpolitiker sprachen sich in der Sitzung des Ortsbeirats einstimmig gegen einen Abriss aus.

In das Fachwerkhaus war vor einigen Wochen eingebrochen und die Wasseruhr entwendet worden.

„Wir bitten den Magistrat und die Denkmalschutzbehörde der Stadt Kassel, alles zu tun, damit der Eigentümer dieses Fachwerkhauses das Gebäude nach dem Wasserschaden wieder instand setzt“, sagte Harry Völler (SPD). Sollte der Eigentümer dem nicht nachkommen, bitte man die Stadt um eine Ersatzvornahme. Völler: „Es wäre sehr traurig, wenn dieses Gebäude abgerissen wird.“ Es sei im Interesse des Stadtteils, eines der wenigen Fachwerkhäuser zu erhalten und durch einen Abriss nicht noch mehr Fläche für Gewerbe zu schaffen.

Birgit Matzel (SPD) regte an, am Leipziger Platz einen Trinkwasserbrunnen für Spaziergänger zu installieren. Gerade für Kinder und Jugendliche sei dieser ein hervorragendes Angebot, die auf dem Weg zur Schule oder zum Sport meist mit Trinkflaschen in der Tasche unterwegs seien. „Diese könnten dort aufgefüllt werden“, sagt Matzel.

Wasser sei eine gesündere Alternative als süße Getränke, die Übergewicht fördern. Gerade Schüler nutzten die Bus- und Straßenbahnhaltestellen am Leipziger Platz, ihre Zahl werde mit der Schließung der Joseph-von-Eichendorff-Schule noch zunehmen. Auch im Hinblick auf die Revitalisierung des Leipziger Platzes sorge ein Trinkwasserbrunnen für eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität.

Der Ortsbeirat unterstützt diesen Vorschlag. Bei der Umsetzung will man eng mit den Städtischen Werken zusammenarbeiten. Gemeinsam möchte man ausloten, welche Optionen es gibt und welche für den Standort sinnvoll sind. Hierfür sollen bald Gespräche geführt werden.

Annette Spielmeyer vom Amt für Stadtplanung, Bauaufsicht und Denkmalschutz stellte den Kommunalpolitikern die Änderung des Bebauungsplans Ellenbacher Straße (Nr. VII/30) vor. Dort soll eine rund 3500 Quadratmeter große Grünfläche zwischen Spangenberger Straße, Rauschenberger Straße und Stadtgrenze zu Niestetal als Baufläche ausgewiesen werden. Angedacht ist laut Spielmeyer eine Mischgebietsnutzung. Für die Bebauung gebe es bereits einen Investor. Geplant seien Büroflächen. Baubeginn könnte im Lauf des Jahres 2015 sein.

Von Helga Kristina Kothe

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