Zur 1100-Jahr-Feier Kassels ist eine weitere Oldtimer-Ausstellung geplant

Alte Schätzchen rollen an

Haben in der Partnerstadt Mulhouse die nächste Oldtimer-Schau in Kassel geplant: Automobilmuseums-Chef Richard Keller, Heinz W. Jordan und Dr. Dietrich Krahn (von links). Foto: nh

Kassel. 40 Oldtimer aus dem französischen nationalen Automobilmuseum in Kassels Partnerstadt Mulhouse werden in einer weiteren Ausstellung in Kassel zu sehen sein. Zum Stadtjubiläum im Jahr 2013 sollen „Die schlafenden Schönheiten der Collection Schlumpf“ präsentiert werden.

Die Idee zu der einmaligen Ausstellung, die zur 1100-Jahr-Feier in Kooperation mit dem französischen Museum zu sehen sein soll, stammt von den Kasseler Oldtimer-Fans Heinz W. Jordan und Dr. Dietrich Krahn. Beide hatten im vergangenen Jahr zusammen mit Richard Keller vom Automobilmuseum mit der Bugatti-Ausstellung in der documenta-Halle den Fans der alten Schätzchen in der Region große Freude bereitet. Die zwölf einzigartigen historischen Automobile, die überwiegend aus der berühmten Sammlung Schlumpf stammen, waren teils noch nie außerhalb Frankreichs gezeigt worden und waren erstmals in Kassel zu sehen.

Anfang Juli sind Jordan und Krahn jetzt auf Einladung der Stadt Mulhouse mit ihren eigenen Oldtimern ins Elsass gefahren, um am „12. Festival Automobile“ teilzunehmen. Und um mit Richard Keller, dem Leiter des dortigen Automobilmuseums, die neue Ausstellung in Kassel abzustimmen.

„Richard Keller hat uns circa 40 Exponate zugesagt“, berichtet Heinz Jordan. Die Oldtimer-Ausstellung 2013 werde einen sehr starken kulturhistorischen Hintergrund haben. So soll die Geschichte der Brüder Schlumpf aufgearbeitet werden, von denen die größte Automobilsammlung der Welt mit annähernd 450 klassischen Fahrzeugen zusammengetragen worden war, die heute im Nationalmuseum in Mulhouse beheimatet ist (siehe Hintergrund). Die Kasseler Ausstellung im Jubiläumsjahr soll drei bis sechs Monate geöffnet bleiben. Dafür wird eine alte Industriehalle in der Stadt gesucht, die circa 900 Quadratmeter Platz bietet. Die Kosten für das Gesamtprojekt schätzt Jordan auf etwa 100 000 Euro. Rund 40 000 Euro werde allein der Transport der wertvollen Oldtimer kosten.

Schätze im Keller

Welche automobilen Schönheiten in den Museumskellern in Mulhouse schlummern, davon durften sich Jordan und Krahn selbst ein Bild machen. Nur etwa die Hälfte der Sammlung wird im Museum präsentiert. „Circa 200 Fahrzeuge wie Bugatti, Voisin oder Delahaye befinden sich im unberührten Originalzustand in verschiedenen Kellern“, berichtet Jordan. „Diese Fahrzeuge sind noch nie der Öffentlichkeit gezeigt worden.“

Museumschef Keller hatte den beiden Besuchern die schlafenden Schönheiten persönlich präsentiert. Jordan: „Mit Taschenlampen bewaffnet, tasteten wir uns ehrfürchtig von einem Oldtimer zum nächsten.“ Die Autos seien original, verdreckt, verschlissen, mit zerrissenem Leder und gesprungenen Scheiben und seit über 60 Jahren unberührt.

Von Jörg Steinbach

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