Für Kleinkinder unter drei Jahren

Alte Villa im Vorderen Westen wird zur Kleinkinder-Krippe

Wird neue Kinderkrippe: Die frühere Arztvilla an der Goethestraße 96, in der lange Zeit die evangelische Studentengemeinde und danach die Suchtberatung untergebracht waren. Die Vereinigten Wohnstätten 1889 haben das Haus von der evangelischen Landeskirche gekauft. Fotos: Steinbach

Kassel. Derzeit wird umgebaut, am 1. September soll Eröffnung gefeiert werden: Die historische Villa an der Goethestraße 96 wird zur neuen Kinderkrippe für 30 Kinder unter drei Jahren.

Es wird die zweite Kindertagesstätte des gemeinnützigen Vereins Kleine Entdecker, der bereits seit 2009 eine Betreuungseinrichtung an der Dalwigkstraße 15 in Kirchditmold betreibt. Die bewährte Partnerschaft mit den Vereinigten Wohnstätten 1889 soll jetzt auf den Vorderen Westen erweitert werden.

Für die Wohngenossenschaft runde die neue Kita ein Quartierskonzept ab, das zum Ziel hat, auf der einen Seite barrierearmen Wohnraum für ältere Menschen im Haus Goethestraße 154 zu schaffen und gleichzeitig jungen Familien die Möglichkeit zu geben, ihr Kind wohnortnah und aufmerksam betreut zu wissen, sagt 1889-Vorstand Uwe Flotho.

Die denkmalgeschützte frühere Arztvilla, die von einem großzügigen Garten umgeben ist, hat die 1889 von der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck gekauft und dem Verein zur Verfügung gestellt. Nach dem 260 000 Euro teuren Umbau sollen in den drei Stockwerken jeweils zehn Kinder in den großzügigen Lern- und Entdeckerräumen betreut werden.

Jeder Gruppe werden eigene Spiel-, Schlaf- und Wickelräume zur Verfügung stehen, die viel Bewegung erlauben, aber auch Rückzugsmöglichkeiten bieten. So wird es Podeste zum Klettern und Verstecken geben, Aussichtsplattformen, schiefe Ebenen und Bohnenbäder, die zum Erkunden einladen, aber auch Kuschelecken und gemütliche Schlafräume zum Ausruhen und Entspannen.

Ein Kinderrestaurant und eine Kinderküche, ein großzügiges Planschbad und ein Kreativraum werden von den Gruppen gemeinsam genutzt und runden das Angebot ab. Der Garten und die Goetheanlage direkt vor der Tür bieten zudem viele Bewegungsmöglichkeiten an der frischen Luft.

Die Wohngenossenschaft ermöglicht den Umbau mit einer Spende von 140 000 Euro an den Verein. 120 000 Euro gibt es aus Zuschüssen von Bund, Land und Stadt. Ein Vollzeitplatz in der von 7.30 bis 16.30 Uhr geöffneten Krippe kostet mit Essen 280 Euro monatlich. Alle Plätze sind bereits an Eltern aus dem Quartier vergeben.

Von Jörg Steinbach

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