Zahl der Betroffenen in Stadt und Landkreis steigt

Arm im Alter: Die Rente reicht oft nicht

Kassel. Immer mehr Menschen können von ihrer Rente nicht leben. Die Zahl der Senioren, die auf Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung angewiesen sind, ist in Kassel von 3365 im Jahr 2007 auf 4076 gestiegen (Stand 30. Juni).

Die Kosten für die Grundsicherung haben sich in Kassel von 12,9 (2007) auf 16,6 Mio. Euro (2011) erhöht. Im Kreis ist dies ähnlich. 2008 nahmen dort 1510 Männer und Frauen die Grundsicherung in Anspruch, 2011 waren es 1605. Im Kreis kletterten die Ausgaben von 6,4 auf 7,4 Mio. Euro.

„Bei der Grundsicherung im Alter geht es kontinuierlich nach oben“, sagt Detlev Ruchhöft, Leiter des Kasseler Sozialamtes und Geschäftsführer des Jobcenters. Der Anteil der Menschen, die 65 Jahre und älter sind und Grundsicherung erhalten, liegt in der Stadt zurzeit bei 2400, vor fünf Jahren waren es 2155. Der Anstieg zeichnet sich auch im Landkreis ab: „Für 2012 gehen wir von einer weiteren Steigerung der Zahlen und Kosten aus“, sagt Kreissprecher Harald Kühlborn. Grundsätzlich werde sich der Anteil der geringfügig Beschäftigten und von längerer Arbeitslosigkeit Betroffenen erhöhen.

Ein Rentner in Kassel bekommt im Schnitt 825 Euro Rente, bundesweit sind es 877 Euro. Die Differenz führt Ruchhöft auf den über Jahre schwachen Kasseler Arbeitsmarkt und Niedriglöhne selbst für Vollzeitbeschäftigte zurück. (els)   

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