Altmarkt-Baustelle sorgt für lange Staus - auch auf den Umleitungsstrecken

Kassel. In der Stadt ärgern sich Autofahrer über Staus. Auslöser ist die Kreuzung Altmarkt. Seit die Kasseler Verkehrs-Gesellschaft (KVG) dort - pünktlich nach den Osterferien - die Straßenbahngleise auswechseln lässt, kommt es auch auf Umleitungsstrecken und Schleichwegen zu langen Autoschlangen.

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Bis zum kommenden Montag müssen Verkehrsteilnehmer noch Geduld haben und weitere Wege in Kauf nehmen. Am 9. Mai sollen die Bauarbeiten vorerst beendet und eine der verkehrsreichsten Kreuzungen, über die täglich mehr als 60.000 Fahrzeuge rollen, ab 6 Uhr wieder frei sein.

Dann werden gleich anschließend bis zum 20. Mai die Gleise auf der benachbarten Fuldabrücke ausgewechselt. Dabei werde mit deutlich weniger Verkehrsbehinderungen gerechnet, erklärt KVG-Sprecherin Heidi Hamdad. Sie zollt den Autofahrern, aber auch den Anwohnern der Altmarkt-Baustelle, auf der rund um die Uhr gearbeitet wird, großes Lob für die Geduld.

Nach Einschätzung der Polizei hat die rechtzeitige Ankündigung und Beschilderung der Sperrungen am Altmarkt dazu geführt, dass viele Autofahrer andere Fahrstrecken wählen. Ein Verkehrschaos blieb aus, „es läuft wider Erwarten gut“, sagt Polizeisprecher Torsten Werner. Durch den Verdrängungseffekt auf die Umleitungsstrecken gebe es aber auch dort ungewohnt viel Verkehr und besonders im Berufsverkehr auch Staus.

Mit Autoschlangen an der vielbefahrenen Kreuzung ist auch nach den diesjährigen Sommerferien zu rechnen. Dann wird der Altmarkt für zwei Millionen Euro umgebaut. Künftig können Fußgänger die Weserstraße, die Kurt-Schumacher-Straße und die Brüderstraße ebenerdig überqueren. Kritiker der umstrittenen Umbaupläne befürchten, dass es durch diese zusätzlichen Fußgängerüberwege für Autofahrer zu Dauerstaus an der Altmarkt-Kreuzung kommen könnte.

Rubriklistenbild: © Fischer

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