Altmarkt-Streit: CDU mobilisiert Ortsbeiräte

Kassel. Bei ihrem Versuch, den umstrittenen Umbau der Altmarktkreuzung zu stoppen, will die CDU jetzt offenbar möglichst viele der 23 Ortsbeiräte gegen das Vorhaben mobilisieren.

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In Philippinenhof-Warteberg hat das am Dienstagabend funktioniert: Auch die SPD-Vertreter (44 Prozent im Ortsbeirat) und die Grünen (17 Prozent) stimmten für einen Antrag der Stadtteil-CDU, wonach der Magistrat den Umbaustart verschieben und eine Neuplanung auf den Weg bringen soll.

Ausdrücklich angeregt wurde in der Sitzung, den Forderungstext auch allen anderen Ortsbeiräten im Stadtgebiet zu übermitteln und sie zu gleichlautenden Beschlüssen zu ermuntern. In dem Antrag heißt es, die Stadt solle „neue Lösungen suchen“, wie eine barrierefreie Querung des Kreuzungsbereichs bei Weiterbetrieb der bestehenden Unterführungen ermöglicht werden kann.

In der Diskussion wurde deutlich, dass das Umbauvorhaben quer durch die Parteien einige Skepsis auslöst. SPD-Ortsbeirätin Jutta Heller sagte, der Stadtteil liege zwar recht weit vom Altmarkt entfernt, aber ein Großteil der Einwohner passiere den Verkehrsknotenpunkt auf den täglichen Arbeitswegen. Niemand sei begeistert von der Aussicht auf längere Wartezeiten während des Berufsverkehrs.

Beide grünen Vertreter im Philippinenhöfer Ortsbeirat sind blind und gehören somit eigentlich zur Zielgruppe für die geplanten oberirdischen, barrierefreien Überwege. Dass sie das Projekt dennoch ablehnen, begründete Alexander Drewes damit, die Altmarkt-Planungen seien beispielhaft für eine „katastrophale Informationspolitik“ der Stadt bei Großbauprojekten. (asz)

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